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Bester Broker Schweiz 2026 – Mein persönliches Ranking
Der beste Broker in der Schweiz 2026 hängt von deinem Profil ab – es gibt keine universelle Antwort. Für die meisten Schweizer Einsteiger und ETF-Sparer ist Saxo Bank die stärkste Kombination aus Preis, Sicherheit und Komfort. Für fortgeschrittene Anleger mit grossen Depots ist Interactive Brokers gebührentechnisch unschlagbar. Stand April 2026.
Was dich in diesem Beitrag erwartet
⚡ Das Wichtigste in Kürze
- Kein Broker ist für alle perfekt – es kommt auf Depotgrösse, Handelsfrequenz und Prioritäten an.
- Saxo Bank Schweiz – mein #1 für Einsteiger & ETF-Sparer: FINMA, gratis Sparplan, gratis Steuerauszug.
- Interactive Brokers – die günstigste Option für Fortgeschrittene mit grossen Portfolios.
- DEGIRO – günstig für aktiven Handel, aber kein Sparplan und kein Schweizer Steuerauszug.
- Swissquote – Marktführer Schweiz mit top Sicherheit, aber teurer als die drei oben.
- Kantonalbanken und UBS/Raiffeisen – für Buy-and-Hold-Investoren zu teuer. Bitte nicht.
Ich erinnere mich noch genau: Als ich 2018 mit dem Investieren begann, hab ich wochenlang recherchiert. Welcher Broker? Wie sicher? Was kostet das überhaupt? Und am Ende hat mich ein einziger schlechter Vergleich fast CHF 300 im Jahr an Depotgebühren gekostet.
Heute ist die Schweizer Broker-Landschaft eine andere – und für Anleger deutlich freundlicher. Keine Depotgebühren mehr bei den Top-Anbietern, ETF-Sparpläne für null Franken, und ein e-Steuerauszug auf Knopfdruck. Die schlechte Nachricht: Es gibt trotzdem noch Broker, bei denen du jedes Jahr mehrere Hundert Franken zu viel zahlst und es nicht merkst.
Ich zeige dir meinen aktuellen Stand – ehrlich, mit Zahlen und ohne Schönreden. Und ich sage dir am Schluss für jedes Profil direkt, welchen Broker ich nehmen würde.
📌 Wie du diesen Vergleich liest
Ich fokussiere mich auf das, was 95% der Leser hier wirklich brauchen: Aktien und ETFs kaufen und halten. CFDs, Forex und Hebelprodukte lasse ich absichtlich weg – die sind für langfristigen Vermögensaufbau nicht geeignet und für Einsteiger gefährlich. Alle Gebühren Stand April 2026, ohne Gewähr auf Vollständigkeit.
Mein Ranking – von #1 bis #5
Sortiert nach dem Gesamtpaket für Schweizer Privatanleger mit Fokus auf ETF-Langzeitinvestition.
#1
Saxo Bank Schweiz
Meine persönliche Hauptempfehlung
FINMA ✅
ETF-Sparplan gratis ✅
e-Steuerauszug gratis ✅
Keine Depotgebühr ✅
Seit meinem Wechsel von Swissquote ist Saxo mein Hauptbroker. Ich war anfangs skeptisch – die frühere Preisstruktur hat mich nicht überzeugt. Dann kamen die Preissenkungen, die Abschaffung der Depotgebühr, AutoInvest mit über 100 ETFs gratis, und ein kostenloser Steuerauszug. Ich blieb.
Was Saxo auszeichnet: Es ist eine vollwertige Schweizer Bank mit FINMA-Aufsicht, einem gratis ETF-Sparplan der vollautomatisch funktioniert, und die ganze Steuergeschichte erledigt sich für FinanzFabio-Leser mit einem Klick. Für den Alltag ist das unschlagbar.
| Was |
Preis |
| Depotgebühr | Gratis |
| ETF-Sparplan (AutoInvest) | Gratis (100+ ETFs) |
| ETF manuell kaufen | CHF 3 (min. 0.08%) |
| US-Aktien / ETFs | ab $1 |
| FX-Gebühr | 0.25% (0% mit Fremdwährungskonto) |
| Stempelsteuer | Ja (0.075–0.15%) |
| e-Steuerauszug | Gratis (via Community-Link) |
Einlagensicherung: CHF 100'000 (esisuisse) | Regulierung: FINMA | Sitz: Zürich, Schweiz
#2
Interactive Brokers (IBKR)
Für Fortgeschrittene & grosse Depots
Tiefste Gebühren overall
Keine Stempelsteuer
SIPC bis $500'000
Nicht FINMA ⚠️
Interactive Brokers ist der Rolls-Royce für Fortgeschrittene. Niemand im Schweizer Markt kommt an den Gebühren von IBKR vorbei: CHF 1.50 Mindestgebühr pro Trade an der SIX, extrem günstige Währungsumrechnung (ab $2 nahe am Interbanken-Kurs), keine Stempelsteuer, kein Depot-Entgelt. Wer viel Kapital und wenig Geduld für hohe Gebühren hat: IBKR.
Der Haken: IBKR ist komplex. Die Trader Workstation (TWS) ist mächtig – und für Einsteiger einschüchternd. Der Steuerauszug für Schweizer gibt's nicht gratis (ca. CHF 50/Jahr via datalevel). Und als Schweizer Kunde läufst du über IB UK Limited – kein FINMA, britisches Recht, SIPC-Schutz statt Schweizer Einlagensicherung.
| Was |
Preis |
| Depotgebühr | Gratis |
| CH-Aktien / ETFs (SIX) | 0.05%, mind. CHF 1.50 |
| US-Aktien / ETFs | $0.005/Aktie, mind. $1 |
| FX-Gebühr | ab $2 (Interbanken-nah) |
| Stempelsteuer | Keine |
| ETF-Sparplan | Ja (seit 2024, Fractional möglich) |
| e-Steuerauszug CH | Nicht direkt – via datalevel ca. CHF 50/J. |
Einlagensicherung: SIPC bis USD 500'000 | Regulierung: FCA (UK) / SEC, FINRA (US) | Nicht FINMA-reguliert
#3
DEGIRO
Günstig für aktive Anleger ohne Sparplan-Bedarf
Keine Stempelsteuer
ETF ab € 1
3 Mio. Kunden in Europa
Kein Sparplan ⚠️
DEGIRO ist der Europameister der günstigen Broker. ETFs aus der Kernauswahl für € 1 an Tradegate, Aktien ab CHF 5+1 an der SIX, keine Depotgebühr, keine Stempelsteuer. Das ist auf dem Papier extrem attraktiv.
In der Praxis hakt es an zwei entscheidenden Punkten: Es gibt keinen automatisierten ETF-Sparplan – du musst manuell jeden Monat einloggen und kaufen. Und der Steuerauszug für Schweizer ist kein komfortabler e-Steuerauszug, sondern eine Jahresübersicht die du selbst aufbereiten musst. Für eine bestimmte Zielgruppe trotzdem top.
| Was |
Preis |
| Depotgebühr | Gratis |
| ETF Kernauswahl (Tradegate) | € 1 |
| ETF regulär | € 3 + € 1 Bearbeitung |
| CH-Aktien (SIX) | CHF 5 + CHF 1 Bearbeitung |
| FX-Gebühr (Auto FX) | 0.25% |
| Stempelsteuer | Keine |
| ETF-Sparplan | Nicht automatisiert – nur manuell |
Einlagensicherung: bis € 100'000 (BaFin/deutsche Einlagensicherung) | Regulierung: BaFin (DE) | Nicht FINMA-reguliert
#4
Swissquote
Marktführer Schweiz – aber nicht mehr günstig genug
FINMA ✅
Grösste Schweizer Börsenplattform
Depotgebühr ⚠️
Höchste Ordergebühren ⚠️
Swissquote war jahrelang die erste Adresse. Schweizer Bank, FINMA, breites Produktuniversum (Aktien, ETFs, Krypto, strukturierte Produkte), exzellenter Kundenservice, grösster Marktanteil. Der Ruf ist verdient.
Das Problem: Die Gebühren halten mit der neuen Konkurrenz nicht mit. Depotgebühren von CHF 20–50 pro Quartal je nach Depotgrösse, Ordergebühren ab CHF 9 (Standard). Dazu kostet der Steuerauszug CHF 85 – was bei Saxo gratis ist. Für aktive Anleger mit grossen Depots summiert sich das jährlich auf mehrere Hundert Franken Unterschied.
| Was |
Preis |
| Depotgebühr | CHF 20–50 pro Quartal (gestaffelt) |
| ETF/Aktien kaufen (Standard) | ab CHF 9 pro Order |
| ETF-Sparplan | Ja, 0.5% (mind. CHF 1) pro Sparrate |
| Stempelsteuer | Ja (0.075–0.15%) |
| e-Steuerauszug | CHF 85 |
Einlagensicherung: CHF 100'000 (esisuisse) | Regulierung: FINMA | Sitz: Gland/Zürich, Schweiz
#5
Kantonalbanken, UBS, Raiffeisen & PostFinance
Für Investoren zu teuer – bitte nicht
Ich sage das direkt: Die traditionellen Grossbanken und Kantonalbanken sind für Buy-and-Hold-Investoren und ETF-Sparer in der Regel deutlich zu teuer. Depotgebühren von mehreren Hundert Franken pro Jahr, Ordergebühren ab CHF 15–30, bankeigene teure Fonds statt günstiger ETFs – das frisst Rendite.
PostFinance ist die Ausnahme, die am ehesten in den Vergleich mit Online-Brokern passt – die Gebühren sind tiefer als bei UBS oder Raiffeisen, aber immer noch höher als die Top-4 oben.
Wann trotzdem sinnvoll: Wenn du bereits dein Girokonto dort hast, sehr selten handelst, und dir Einfachheit und Beratung wichtiger sind als Kostenoptimierung.
Der grosse Überblick: Alle Broker auf einen Blick
| Broker |
Depotgebühr |
ETF-Order |
Sparplan |
Stempelsteuer |
FINMA |
Steuerauszug CH |
| 🥇 Saxo Bank CH |
Gratis |
CHF 3 / Gratis AutoInvest |
✅ 100+ ETFs |
Ja |
✅ |
Gratis |
| 🥈 IBKR |
Gratis |
CHF 1.50 |
✅ (seit 2024) |
Keine |
❌ |
~CHF 50/J. |
| 🥉 DEGIRO |
Gratis |
€ 1–4 |
❌ Nur manuell |
Keine |
❌ |
Manuell |
| 4. Swissquote |
CHF 80–200/J. |
ab CHF 9 |
✅ (0.5%) |
Ja |
✅ |
CHF 85 |
| 5. Kantonalbank / UBS |
CHF 100–300/J. |
ab CHF 15–30 |
Teilweise |
Ja |
✅ |
Ja (oft kostenpflichtig) |
Stand April 2026 | Angaben ohne Gewähr | Stempelsteuer: 0.075% CH-Wertpapiere / 0.15% Auslandspapiere
Die häufigsten Fragen – ehrlich beantwortet
Welcher Online-Broker ist der beste in der Schweiz?
Den einen besten Broker gibt es nicht – es kommt auf dein Profil an. Für ETF-Sparer und Einsteiger ist die Saxo Bank die stärkste Gesamtlösung: FINMA-reguliert, gratis Sparplan, gratis Steuerauszug, keine Depotgebühr. Für Fortgeschrittene mit grossen Portfolios ist Interactive Brokers aufgrund der tiefen Gebühren und keiner Stempelsteuer attraktiver.
Welcher Broker hat die tiefsten Gebühren in der Schweiz?
Gebührentechnisch ist Interactive Brokers der günstigste Anbieter – besonders durch die fast kostenlose Währungsumrechnung (ab $2 nahe am Interbanken-Kurs) und keine Stempelsteuer. Für ETF-Sparpläne ist Saxo AutoInvest mit null Transaktionsgebühren für über 100 ETFs schwer zu toppen. DEGIRO liegt bei manuellen ETF-Käufen mit € 1 ebenfalls sehr günstig.
Brauche ich einen Schweizer Broker?
Nein, du brauchst keinen Schweizer Broker. Ausländische Broker wie Interactive Brokers oder DEGIRO sind legal für Schweizer Anleger zugänglich. Der Vorteil eines Schweizer Brokers ist die FINMA-Regulierung, Schweizer Recht, CHF-Einlagensicherung bis CHF 100'000 und oft ein komfortabler Steuerauszug. Ausländische Broker haben dagegen oft günstigere Gebühren und keine Stempelsteuer. Es ist eine Abwägung zwischen Komfort/Sicherheit und Kosten.
Welcher Broker eignet sich für ETF-Sparpläne in der Schweiz?
Für vollautomatische ETF-Sparpläne ist Saxo AutoInvest aktuell die beste Lösung: über 100 ETFs von iShares und Amundi gratis besparbar, eigene IBAN pro Sparplan, Ausführung jeden 5. des Monats ohne Eingriff. Interactive Brokers bietet seit 2024 ebenfalls Sparpläne an. DEGIRO hingegen hat keinen automatisierten Sparplan – du musst manuell kaufen.
Ist Interactive Brokers sicher für Schweizer Anleger?
Ja. Interactive Brokers ist einer der grössten und etabliertesten Broker weltweit – seit 1978, an der Nasdaq gelistet, mit über 4 Millionen Kunden. Schweizer Kunden laufen über IB UK Limited (FCA-reguliert). Wertpapiere sind vom Firmenvermögen getrennt, Barguthaben sind über SIPC bis USD 500'000 geschützt – deutlich mehr als die CHF 100'000 bei Schweizer Brokern. IBKR untersteht jedoch nicht der FINMA, und das Recht ist britisches resp. US-amerikanisches – kein Schweizer Recht.
Gibt es Broker ohne Depotgebühren in der Schweiz?
Ja, gleich mehrere. Saxo Bank Schweiz hat seit Februar 2025 keine Depotgebühren mehr. Interactive Brokers und DEGIRO erheben ebenfalls keine. Swissquote hingegen verlangt weiterhin Depotgebühren von CHF 20–50 pro Quartal (gestaffelt nach Depotgrösse). Kantonalbanken und Grossbanken sind in der Regel noch teurer.
💡 Mein abschliessendes Urteil
Fang an zu investieren. Das ist die wichtigste Entscheidung. Nicht welcher Broker – sondern ob du anfängst oder weiter wartest.
Wenn du heute anfängst und dich nicht ewig mit dem Broker-Vergleich aufhalten willst: Saxo, Community-Link unten, AutoInvest einrichten, Dauerauftrag setzen, fertig. In 20 Jahren wirst du dich nicht erinnern, ob du CHF 1.50 oder CHF 3 pro Trade gezahlt hast – aber du wirst froh sein, dass du angefangen hast.
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Über den Autor
Fabio Marchesin | FinanzFabio
Fabio ist ausgebildeter Finanzplaner mit eidg. Fachausweis und betreibt seit 2018 den grössten unabhängigen Schweizer Finanzblog mit über 258'000 Followern. Er berät keine Finanzprodukte, sondern Menschen. Bekannt aus NZZ, Tagesanzeiger, Blick und 20 Minuten.