Was dich in diesem Beitrag erwartet
- Depot-Transfer zur Saxo Bank Schweiz: So wechselst du von Swissquote, PostFinance & Co.
- Warum überhaupt den Broker wechseln?
- Transfer vs. Verkauf & Neukauf – was lohnt sich?
- Was kostet der Depot-Transfer? Gebühren im Überblick
- Schritt-für-Schritt: Depot Transfer zur Saxo Bank Schweiz
- Besonderheiten je nach Anbieter
- 5 Tipps für einen reibungslosen Depot-Transfer
- Bereit für den Wechsel?
- FAQ – Häufige Fragen zum Depot Transfer Saxo Bank Schweiz
Depot-Transfer zur Saxo Bank Schweiz: So wechselst du von Swissquote, PostFinance & Co.
Ein Depot Transfer zur Saxo Bank Schweiz ist der einfachste Weg, deine Wertschriften von einem teuren Broker zu einem günstigeren zu zügeln – ohne verkaufen zu müssen. Die Einlieferung bei Saxo ist kostenlos, und der Transfer wird direkt über die Plattform beantragt. Wie das genau funktioniert und was es kostet, erfährst du hier.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Einlieferung von Wertschriften bei der Saxo Bank ist kostenlos – du zahlst keine Gebühr für den Empfang deiner Titel.
- Dein bisheriger Broker verlangt eine Auslieferungsgebühr pro Position – bei Swissquote ca. CHF 54, bei PostFinance ca. CHF 108 pro Titel.
- Der Depot Transfer Saxo Bank Schweiz wird direkt in der Saxo-Plattform unter «Konto > Zahlungen und Transfers > Portfolio-Übertragung» beantragt.
- Der Transfer dauert in der Regel 2 bis 6 Wochen, je nach abgebender Bank.
- Von Yuh ist kein Depot-Transfer möglich – dort bleibt nur Verkauf und Neukauf.
- Bei Saxo fallen keine Depotgebühren an und der e-Steuerauszug ist gratis.
- Prüfe vorher: Lohnt sich der Transfer oder ist Verkauf & Neukauf günstiger? Das hängt von der Anzahl deiner Positionen ab.
«Ich will wechseln, aber der Transfer ist doch mega kompliziert, oder?»
Diese Frage höre ich in meinen Coachings ständig. Und ich verstehe es – du hast dein Depot bei Swissquote, PostFinance oder einer Kantonalbank, zahlst jedes Jahr Depotgebühren, vielleicht sogar für einen Steuerauszug extra, und dann kommt da die Saxo Bank mit ihren tiefen Gebühren um die Ecke. Kein Wunder, willst du wechseln.
Aber der Gedanke an den Depot-Transfer? Der lähmt. Was, wenn was schiefgeht? Was kostet das? Wie lange dauert das?
Spoiler: Es ist deutlich einfacher, als du denkst. Ich habe es selbst gemacht – von Swissquote zu Saxo. Und in diesem Beitrag zeige ich dir genau, wie der Depot Transfer zur Saxo Bank Schweiz funktioniert, was er kostet und worauf du achten musst.
Warum überhaupt den Broker wechseln?
Stell dir vor, du zahlst jedes Jahr CHF 200 Depotgebühren. Dazu kommt der Steuerauszug für CHF 100. Plus höhere Courtagen bei jedem Trade. Das summiert sich.
Bei der Saxo Bank Schweiz sieht das anders aus:
- Keine Depotgebühren – egal ob CHF 500 oder CHF 500'000 im Depot
- Gratis e-Steuerauszug – ab dem Steuerjahr 2025
- Günstige Courtagen – ab CHF 3 pro Trade für Schweizer Aktien und ETFs
- Gratis ETF-Sparplan (AutoInvest) mit über 100 ETFs
- FINMA-reguliert – dein Geld liegt bei einer echten Schweizer Bank
Du siehst: Das Sparpotenzial ist real. Und der Wechsel? Der ist der einmalige Aufwand, der sich langfristig auszahlt.
Transfer vs. Verkauf & Neukauf – was lohnt sich?
Bevor du gleich loslegst, eine wichtige Frage: Willst du deine Wertschriften transferieren oder lieber verkaufen und bei Saxo neu kaufen?
Die Antwort hängt von der Anzahl deiner Positionen ab. Denn dein bisheriger Broker verlangt die Auslieferungsgebühr pro Titel – nicht pro Depot.
«Die Gebühr wird pro Wertschriftentitel berechnet. Die Grösse des Depots und die Anzahl einer bestimmten Wertschrift spielt keine Rolle.»
– Quelle: moneyland.ch, Transfergebühren-Vergleich
Konkret heisst das:
Beispiel 1: Du hast 2 ETFs bei Swissquote. Transferkosten: 2 × ca. CHF 54 = ca. CHF 108. Das lohnt sich fast immer – denn bei einem Verkauf zahlst du Courtagen, Stempelsteuer und hast ein Kursrisiko.
Beispiel 2: Du hast 15 verschiedene Einzelaktien bei PostFinance. Transferkosten: 15 × ca. CHF 108 = ca. CHF 1'620. Hier musst du rechnen, ob Verkaufen und Neukaufen günstiger kommt.
💡 Faustregel:
Hast du weniger als 5 Positionen, lohnt sich der Transfer fast immer. Bei mehr als 10 Positionen solltest du die Transferkosten mit den Kauf-/Verkaufsgebühren plus Stempelsteuer vergleichen. Denk auch dran: Beim Verkauf realisierst du allenfalls einen steuerpflichtigen Gewinn – und du bist für die Dauer des Transfers nicht investiert.
Was kostet der Depot-Transfer? Gebühren im Überblick
Die gute Nachricht zuerst: Saxo verlangt für die Einlieferung von Wertschriften keine Gebühren. Die Kosten fallen bei deinem bisherigen Broker an – und die Unterschiede sind enorm.
| Anbieter | Auslieferungsgebühr pro Titel | Einlieferung | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| Saxo Bank Schweiz | CHF 50 (bei Auslieferung an andere) | Kostenlos | Empfang = gratis |
| Swissquote | ca. CHF 54 pro Titel | Kostenlos | Einer der günstigsten bei Auslieferung |
| PostFinance | ca. CHF 108 pro Titel | Kostenlos | Doppelt so teuer wie Swissquote |
| Raiffeisen | ca. CHF 87 pro Titel | Kostenlos | – |
| UBS | ca. CHF 108 pro Titel | Kostenlos | Zu den teuersten Anbietern |
| Kantonalbanken | CHF 55–162 pro Titel | Kostenlos | Stark variierend je nach Kanton |
| Yuh | Kein Transfer möglich | Kein Transfer möglich | Nur Verkauf & Neukauf |
Stand Februar 2026. Quelle: moneyland.ch, Anbieter-Websites. Gebühren können sich jederzeit ändern – prüfe die aktuellen Konditionen direkt bei deinem Broker.
Du siehst: Die Einlieferung ist überall kostenlos. Die Kosten entstehen beim Weggehen – nicht beim Ankommen. Genau deshalb lohnt es sich, vor dem ersten Investment schon auf die Transfergebühren des Brokers zu achten.
Schritt-für-Schritt: Depot Transfer zur Saxo Bank Schweiz
Okay, du hast dich entschieden. Dann lass uns das jetzt zusammen durchgehen. So funktioniert der Depot Transfer zur Saxo Bank Schweiz:
Saxo-Konto eröffnen
Falls du noch kein Konto bei der Saxo Bank hast, eröffne zuerst dein Depot. Die Kontoeröffnung läuft komplett digital und dauert ca. 10–15 Minuten. Über den FinanzFabio-Link erhältst du CHF 500 Trading Credits.
Portfolio-Übertragung in der Saxo-Plattform starten
Melde dich bei Saxo an und gehe zu: Konto → Zahlungen und Transfers → Portfolio-Übertragung. Hier gibst du die Daten deiner bisherigen Bank ein – Name, BIC/SWIFT, deine Kontonummer dort.
Wertschriften auswählen
Wähle das Unterkonto, auf das die Titel gebucht werden sollen. Füge im Suchfeld die Wertschriften hinzu, die du transferieren willst. Gib die Anzahl und den Einstandspreis ein.
Auftrag abschicken & alte Bank informieren
Nachdem du den Transfer-Auftrag bei Saxo eingereicht hast, empfiehlt Saxo, eine Kopie des Auftrags an deine bisherige Bank weiterzuleiten. So geht es schneller.
Warten & prüfen
Der Transfer dauert in der Regel 2 bis 6 Wochen. Prüfe danach, ob wirklich alle Positionen angekommen sind. Es kommt vor, dass nicht alle Titel gleichzeitig transferiert werden.
Altes Depot kündigen
Sobald alle Titel bei Saxo sind, kannst du dein altes Depot schliessen – damit keine weiteren Depotgebühren anfallen.
Besonderheiten je nach Anbieter
Transfer von Swissquote zu Saxo
Swissquote gehört mit ca. CHF 54 pro Titel zu den günstigeren Anbietern bei der Auslieferung. Wenn du also nur 2–3 ETFs hast, reden wir von CHF 108–162 einmalig. Das holst du durch die wegfallenden Depotgebühren bei Saxo (CHF 80–200/Jahr bei Swissquote) schnell wieder rein.
Ich habe den Wechsel selbst gemacht – und es hat problemlos funktioniert.
Transfer von PostFinance zu Saxo
PostFinance verlangt ca. CHF 108 pro Titel für die Auslieferung – das ist doppelt so teuer wie Swissquote. Bei 5 Positionen sind das schon über CHF 500.
Wichtig zu wissen: PostFinance E-Trading basiert technisch auf der Swissquote-Plattform. Der Transfer läuft trotzdem über das offizielle Formular «Titel ausliefern» von PostFinance.
Transfer von Yuh zu Saxo
⚠️ Achtung: Von Yuh ist kein Depot-Transfer möglich!
Yuh unterstützt weder die Einlieferung noch die Auslieferung von Wertschriften. Du musst dort verkaufen und bei Saxo neu kaufen. Rechne mit Courtagen, Stempelsteuer und einem möglichen Kursrisiko während der Übergangszeit.
Transfer von Kantonalbanken & UBS zu Saxo
Hier wird es teuer. Kantonalbanken verlangen zwischen CHF 55 und CHF 162 pro Titel, die UBS rund CHF 108. Bei einem diversifizierten Depot mit 10+ Positionen lohnt sich schnell mal der Weg über Verkauf und Neukauf. Aber eben: Dann bist du zwischenzeitlich nicht investiert und zahlst Stempelsteuer.
5 Tipps für einen reibungslosen Depot-Transfer
Tipp 1: Kleine Positionen eher verkaufen
Hast du eine Aktienposition im Wert von CHF 200 und die Transfergebühr beträgt CHF 100? Dann verkauf die lieber und kauf sie bei Saxo neu. Der Transfer lohnt sich vor allem bei grösseren Positionen.
Tipp 2: Altes Depot nicht zu früh kündigen
Warte, bis wirklich alle Titel bei Saxo angekommen sind. Es kommt vor, dass einzelne Positionen nachgeliefert werden.
Tipp 3: Einstandspreise notieren
Du brauchst die Einstandspreise für den Transfer-Antrag bei Saxo. Am besten machst du vorher einen Screenshot deines alten Depots.
Tipp 4: Währung beachten
Wenn du Titel in USD hältst, achte darauf, dass du bei Saxo auch ein USD-Unterkonto hast. Sonst rechnet Saxo automatisch in deine Standardwährung um – mit Währungsgebühren von ca. 0,25 %.
Tipp 5: Transferkosten-Übernahme anfragen
Manche Broker übernehmen Transferkosten für Neukunden. PostFinance erstattet bei Einlieferung bis CHF 800, Swissquote bis CHF 500. Es lohnt sich, bei Saxo nachzufragen, ob eine Beteiligung möglich ist.
Bereit für den Wechsel?
Du hast dich durch hunderte Blogbeiträge gelesen und noch weitere Fragen? Buch dir einen Termin mit mir. Oder eröffne jetzt dein Saxo-Depot über den FinanzFabio-Link und sichere dir CHF 500 Trading Credits.
🎧 Mehr dazu im Podcast: Im FinanzFabio Podcast habe ich ausführlich über meinen Wechsel von Swissquote zur Saxo Bank gesprochen – inklusive aller Erfahrungen und Tipps. Hör rein!
FAQ – Häufige Fragen zum Depot Transfer Saxo Bank Schweiz
Du siehst, ein Depot Transfer zur Saxo Bank Schweiz ist kein Hexenwerk. Ja, es kostet etwas und braucht ein paar Wochen Geduld. Aber langfristig sparst du dir damit Depotgebühren, teure Steuerauszüge und hohe Courtagen. Und genau das zählt am Ende: weniger Gebühren = mehr Rendite.
Also, wenn dir das nächste Mal jemand sagt, ein Broker-Wechsel sei zu kompliziert – schick ihm einfach diesen Artikel.
Bis bald,
FinanzFabio
Über den Autor:
Fabio Marchesin | Unabhängiger Finanzplaner & Gründer von FinanzFabio
Fabio ist ausgebildeter Finanzplaner mit eidg. Fachausweis und betreibt seit 2018 den grössten unabhängigen Schweizer Finanzblog. Er berät keine Produkte, sondern Menschen.
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