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Kran­ken­kasse wech­seln

"Hey lohnt sich das, wenn mer d'Franchise uf 2'500 tuet?"

"Gahsch vel zum Arzt?"

"Nei nöd wörkli."

"Ja de mach."

"Und welles Modell?"

Das Wichtigste in Kürze

  1. Die Krankenkasse Grundversicherung (KVG) muss bis am 30. November gekündigt sein
  2. Ein Wechsel kann dir mehrere hundert Franken im Jahr einsparen
  3. Priminfo ist die fairste Vergleichsplattform

Krankenkassen gehören zu den schmerzlicheren Fixkosten jeder Privatperson. Fairerweise muss ich sagen, ich bin froh haben wir sie, der monatliche Betrag schmerzt trotzdem. Heute möchte ich dir zeigen, wie einfach es ist, eine Krankenkasse zu wechseln. Du hast dafür noch bis am 30. November Zeit. Dann muss die Kündigung beim Versicherer sein.

Unterschied Zusatzversicherung und Grundversicherung in der Krankenkasse

Bei der Krankenkasse in der Schweiz wird zwischen der Grundversicherung (KVG) und der Zusatzversicherung (VVG) unterschieden.

Die Zusatzversicherungen können sich stark unterscheiden, in der Leistung und auch im Preis. Diese kannst du auch nicht mehr kündigen dieses Jahr, Stichtag war der 30. September. Hier lohnt sich ein Wechsel auch nicht jedes Jahr. Die Tarife sind relativ stabil und du musst immer einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen.

Wer halbprivat oder sogar privat versichert sein will, sollte das spätestens in seinen 30er Jahren in Angriff nehmen. Später wird es immer schwieriger bis unmöglich, diesen Zusatz noch zu kriegen.

Warum solltest du die Krankenkasse wechseln

Bei der Grundversicherung sind die Leistungen aber immer genau gleich. Es unterscheidet sich höchstens, wann die Kosten bezahlt werden. Aus diesem Grund macht es absolut Sinn, die Krankenkasse jedes Jahr zu vergleichen. Und eventuell auch zu wechseln.

Auch wenn es persönlich Sinn macht, ist es sicher auch ein Grund, warum jedes Jahr die Preise steigen. Dieser administrative Aufwand kostet die Kassen auch Geld. Schade, ist man als Einzelperson fast gezwungen, dieses Spiel mitzuspielen.

Bei einem Wechsel der Grundversicherung kannst du mehrere Hundert Franken im Jahr sparen. Je nach dem bei welcher Krankenkasse du jetzt bist und zu welcher du wechseln wirst. Machen wir die Probe aufs Exempel auf https://www.priminfo.admin.ch/de/praemien.

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Grundangaben auf Priminfo

Das ist bereits alles, was du eintragen musst. Der Rest macht Priminfo. Priminfo ist im Gegensatz zu Comparis und Co. unabhängig.

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Übersicht der verschiedenen Anbieter, Modellen und Preise

Wie du siehst, da könnte ich selbst um die CHF 25 im Monat rausholen. Genug um mein Netflix Abo zu bezahlen und einen Döner zu kaufen jeden Monat. Oder noch besser, ich investiere das Geld wieder in einen ETF.

Franchise

Wie du siehst, kann man bei der Franchise auswählen, wie hoch sie sein soll. Je höher die Franchise, desto günstiger deine monatliche Prämie. Im Grundsatz gilt das "Entweder-oder" Prinzip. Entweder du entscheidest dich für CHF 300 Franchise im Jahr, oder doch gleich CHF 2'500.

Die Franchise ist der Betrag, den du selbst an deine Gesundheitskosten im Jahr besteuerst. Solange die Franchise nicht erreicht ist, bezahlt dir die Krankenkasse nichts. Als Faustregel gilt: wenn du keine Gesundheistkosten von CHF 2'000 im Jahr hast, nimm die höchste Franchise. Vorteilhaft wäre aber, dass du CHF 2'500 auf de hohe Kante hast.

Bei einer Franchise von CHF 300 ist die monatliche Prämie sehr hoch. Trotzdem lohnt sich diese Franchise, die oft den Arzt besuchen. Wieviel Prämien du genau einsparst, siehst du wohl nur beim direkten Vergleich. Aber um in etwa eine Vorstellung davon zu bekommen, rechne es mal so: (Franchise - 300)*0.7/12

(CHF 2'500- CHF 300)*0.7/12= 128.33 pro Monat.

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Selbstbehalt

Der Selbstbehalt beträgt immer 10% deiner Gesundheitskosten. Also vom Arztbesuch und von allen Medikamenten und Therapien, die über die Grundversicherung bezahlt werden. Hier gibt es aber ein Limit von CHF 700 im Jahr. Du wirst also im Jahr maximal CHF 3'200 (Franchise plus Selbstbehalt) für deine Gesundheitskosten selbst tragen.

Standard, Hausarztmodell, Telmed, usw.

Ein weiterer Trick um Prämien zu sparen, sind die verschiedenen Modelle der Krankenkassen.

Telmed

Persönlich bin ich seit Jahren Fan vom Telmedmodell. Kurz erklärt, funktionier es so: Du rufst immer zuerst bei deiner Krankenkasse an, wenn es dir gesundheitlich nicht gut geht. Je nach dem, schicken sie dich zum Arzt oder stellen gleich am Telefon eine Diagnose. Rezepte und Arztzeugnis kriegst du per Email. Du musst also nicht einmal das Haus verlassen für ein Arztzeugnis.

Hausarztmodell

Das Hausarztmodell ist einfach. Du musst immer zuerst zu deinem Hausarzt, bevor du zu einem Spezialisten rennst. Finde ich jetzt einen unnötigen Umweg, der die gesamten Krankheitskosten der Schweiz in die Höhe treibt. Aber sie werden sich schon etwas dabei gedacht haben, hoffe ich.

Standard

Beim der Option Standard, der wohl teuersten Variante, kannst du tun und machen was du willst. Da ich selber wirklich sehr selten krank bin, nehme ich gerne eine Einschränkung in Kauf, um Prämien zu sparen.

Ich hoffe dieser theoretische und praktische Ansatz hilft dir, die Krankenkasse zu wechseln und viel Geld zu sparen. Speziell bei Familien kann das doch einen markanten Unterschied machen, Monat für Monat.

Bis bald,

FinanzFabio

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Finanzplaner Fabio Marchesin - FinanzFabio

FinanzFabio will mit finanzieller Bildung auf seinem Blog die Schweiz vor der Altersarmut retten. Er glaubt nicht mehr an die AHV.

www.finanzfabio.ch

Ps. Lass mir bitte ein Herz da. Einfach hier unten anklicken. Und cool wäre, wenn du mir in den Kommentaren schreibst, wieviel du nächstes Jahr jeden Monat bei der Krankenkasse einsparst.

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