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Rich-Dad-Poor-Dad-FinanzFabio

8 Lektio­nen aus Rich Dad Poor Dad

"Welches Finanzbuch muss jeder gelesen haben?"

"Rich Dad Poor Dad!"

"Wieso?"

"Es hat mein Leben verändert."

Bist du schon länger LeserIn meines Blogs, weisst du was für eine starke Bindung ich zu diesem Buch habe. Auch wenn es extrem klingt, RDPD hat tatsächlich mein Leben verändert.

Ohne dieses Buch würde es den Blog FinanzFabio nicht geben. Ohne meinen Blog wären die letzten 3.5 Jahre meines Lebens völlig anders verlaufen.

Was ich nur mit der ganzen Freizeit angestellt hätte?

Da sich zur Zeit wieder viel in meinem Leben ändert, war es für mich an der Zeit, das Buch erneut zu lesen.

Heute will ich dir 10 Lektionen aus Rich Dad Poor Dad weitergeben.

Rich Dad Poor Dad

Die Geschichte ist kurz zusammengefasst.

Zwei Freunde im Schulalter wollen schnell reich werden und versuchen als erstes Geldmünzen zu fälschen. Ein Vater erwischt sie und klärt sie auf, dass dies illegal sei.

Die Kinder Fragen ihn, wie man den sonst reich werde. Der Vater (Poor Dad), der oberste Schulleiter von ganz Hawaii, verweist seinen Sohn und des Freund, an den Vater des Freundes (Rich Dad). Dieser wisse wie man reich wird, er habe es tatsächlich geschafft. Ohne studiert zu haben.

Du merkst relativ schnell, wenn du das Buch liest, der Author ist kein Freund unseres Schulsystems. Erinnert dich das gerade an jemanden? Sein Name beginnt mit F. und dann nochmal ein F in der Mitte.

Vom Rich Dad bekommen die beiden Kinder viele Lektionen mit auf den Weg. Lektionen, die sie noch das ganze Leben begleiten werden. Lektionen, die wir alle verinnerlichen sollten.

1. Reiche und arme Leute haben sehr verschiedene Ansichten über Geld

Geld und Finanzen lernen wir (leider) nicht in der Schule. Kinder lernen zu Hause, von ihren Eltern, den Umgang mit Geld. Nun, wenn deine Eltern keine Ahnung von Geld haben, wie sollst du etwas sinnvolles über Geld lernen?

Die meisten Kinder übernehmen die Geldgewohnheiten ihrer Eltern. Das können tief verankerte, negative Glaubenssätze sein wie "Geld ist böse" oder "Geld ist nicht wichtig".

Der Fehler Nummer 1 der überall immer wieder auftaucht ist die Aussage: "Das können wir uns nicht leisten." Mit dieser Aussage stellen wir unser Geldhirn ab. Besser wäre es, wenn wir einfach mal 5 Minuten länger über Geld nachdenken würden und uns die Frage stellen: WIE können wir uns das leisten?

Gemäss dem Schriftsteller Robert Kiyosaki treten die Kinder in die Fussstapfen der Eltern. Sind deine Eltern angestellte mit einem sicheren Job, wirst au du diesen Weg wählen und somit ein Poor Dad sein. Sind deine Eltern aber Unternehmer, die Risiken eingehen, sich finanziell bilden und um sich herum ein Expertenteam ansammeln, wirst du ein Rich Dad sein.

An dieser Stelle: Ich bin gerne in deinem Expertenteam dabei für deine Finanzfragen.

2. Reiche Menschen lernen in der Praxis der echten Welt, nicht durch Theorien im Schulzimmer

Durch die Erfahrungen und die Praxis in der echten Welt, lernst du wie sich die Welt wirklich dreht und funktioniert.

Diese Erfahrungen kannst du schlicht nicht mit Theorien in einem Buch in einem Klassenzimmer erlernen. Selbst wenn dein Lehrer aus Erfahrung spricht, sei es weil er selbst noch ein Business neben dem Dozentenjob hat oder Jahrelang im Corporate gearbeitet hat, es ist nicht das gleiche.

Was nützt dir das beste Verhandlungsbuch der Welt, wenn es dein Verhandlungspartner nicht gelesen hat? Der weiss ja garnicht, dass du theoretisch alles richtig machst und sagt deswegen trotzdem nein zu deinem Angebot. Was machst du jetzt? Nun zumindest hast du deine erste richtige Erfahrung gesammelt.

Sehe ich übrigens zur Zeit wieder bei mir selbst. Bei FinanzFabio stelle aktuell ich das Business um. Natürlich finde ich mein neuen Ideen genial.

Schwierig wird es, wenn meine Kunden das nicht so wollen. Ich muss also Erfahrungen sammeln, wie ich meinen neuen Mehrwert besser an die Kunden bringe. Das geht nur die Praxis. Übung macht den Meister.

3. Chancen zu erkennen, ist eine Fähigkeit, die du lernen kannst

Wohl die krasseste Lektion im Buch: Arbeite nicht für Geld, arbeite um etwas zu lernen.

Wenn du nicht für Geld arbeitest, trainierst du dein Gehirn, nach Möglichkeiten zu suchen, wie du Geld verdienen kannst.

Hast du nur beschränkte finanzielle Möglichkeiten, kommst du auf kreative Ideen und Lösungen.

Nach einer Woche habe ich täglich mehr Ideen wieder vergessen, wie du Geld verdienen kannst, als andere je in ihrem Leben haben.

Im Buch wird dir diese Lektion anhand von vielen Beispielen näher gebracht. Schon als ich das Buch zum ersten Mal las, fing ich an, meine Welt in anderen Augen zu betrachten.

Mit einem 8 to 5 Job und einem sicheren (gutem) Einkommen kommst du erst garnicht in Versuchung, nach neuen Wegen zu suchen, wie du Geld verdienen könntest.

Ich denke die meisten von uns können uns schlicht und einfach nicht leisten, gratis zu arbeiten. Trotzdem würde ich nie mehr einen Job wollen, bei dem ich nichts mehr lerne.

Was ich mir dennoch vorstellen kann, ein Job der mit einem Netzwerk kommt. Vitamin B ist und bleibt der beste Abschluss denn du je haben kannst.

4. Kenne den Unterschied zwischen Verbindlichkeiten und Vermögenswerten

Verbindlichkeiten fressen dich langsam auf, Vermögenswerte bringen dir Essen auf den Tisch.

Anders gesagt: Verbindlichkeiten kosten dich Geld, Vermögenswerte bringen dir Geld.

Es ist schon eine Weile her, aber ich habe dieses Thema bereits einige Male im Blog angesprochen und darüber geschrieben. Zum Beispiel hier.

Das klingt ja jetzt sehr einfach und logisch. Doch Verbindlichkeiten tarnen sich nur zu gerne als Vermögenswerte, wie Rich Dad Poor Dad aufzeigt.

Das Paradebeispiel hier ist dein selbstbewohntes Eigenheim. Ja du hast richtig gelesen. Dein Haus ist eine Verbindlichkeit. Es kostet dich Geld: Hypothekarzinsen, Nebenkosten, Eigenmietwert, Unterhalt, Renovationen usw.

5. Reich wirst du nicht durch Arbeit, sondern durch den Kauf von Vermögenswerten

Nun da wir den Unterschied zwischen Verbindlichkeiten und Vermögenswerten geklärt haben, gehen wir noch einen Schritt weiter.

Alleine durch harte Arbeit und einen regelmässigen Lohm, wirst du nicht reich. Du wirst nicht einmal wohlhabend.

Du lebst von Monat zu Monat. Wenn du sparsam bist, kannst du dir sogar ein Sabbatical und eine Weltreise leisten. Trotzdem, irgendwann wirst du wieder für dein Geld arbeiten müssen. Bis du stirbst. (Ok wir haben noch die AHV und Pensionskasse, falls es die noch gibt bis zu deiner Pension.)

Investierst du dein Geld in Vermögenswerte wie:

  • ETF
  • Aktien
  • Renditeliegenschaften
  • Bitcoin
  • Unternehmen
  • Patente
  • usw
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werden diese dir immer und immer wieder Geld in die Kasse spülen. Du wirst also auch ohne Arbeit Geld verdienen.

Falls du dich jetzt fragst, wieviel Geld du jetzt genau in Vermögenswerte investieren müsstest, um nie mehr zu arbeiten, vielleicht hilft dir die 4 Prozent Regel.

6. Immobilien sind der Grundstein deiner Vermögensbildung

Auch wenn ich in diesem Punkt mittlerweile nicht mehr ganz einverstanden bin, ist dies eine Lektion aus dem Buch.

Ich bin hier ja nur der Übermittler.

In der USA war es und ist es noch immer, extrem einfach Immobilien zu kaufen. Würden wir einem Ami erklären was eine Tragbarkeitsrechnung a la FINMA ist, er würde dich wohl so ungläubig anschauen wie wir die Amis, als sie Trump gewählt haben.

Ernsthaft, mit einer Anzahlung von 10'000 bis 20'000 kannst du dort bereits Mehrfamilienhäuser mit 3 bis 6 Wohnungen kaufen. Dafür kriegst du in der Schweiz nicht einmal mehr einen Parkplatz in einer Tiefgarage.

Kiysosaki wird im Buch nicht müde, die Steuervorteile von Immobilien hervorzuheben. Auch hier wieder, in der Schweiz bezahlen wir sogar Steuern auf ein fiktives Einkommen von Immobilien. Steuervorteil my ass.

7. Ein Unternehmen zu besitzen bringt viele Vorteile, inklusive steuerlicher Natur

Morgen sind 25 Grad im Tessin gemeldet und du möchtest dorthin fahren? Kein Problem. Steig ins Auto und los gehts. Wie? Du musst zuerst deinen Chef um Erlaubnis bitten? Ach genau, du bist ja angestellt.

Ein Vorteil eines eigenen Unternehmen ist sicher, dass du keinen Chef mehr um Erlaubnis fragen musst. Egal bei was. Es gibt aber noch weitere Vorteile:

  • Du kannst neue Ideen sofort umsetzen
  • Dein Einkommen ist nicht auf eine feste Summe beschränkt
  • Du kannst die Zusammenarbeit mit mühsamen Kunden jederzeit kündigen
  • Deinen Arbeitstag planst du selbst
  • Du kannst deine privaten sowie deine Unternehmenssteuern aktiv planen
  • usw.

Damit du noch ein wenig finanzielle Bildung auf den Weg bekommst in diesem Blogbeitrag, erkläre ich dir gerne, was mit der Steuerplanung gemeint ist:

Sagen wir du bist Inhaber einer GmbH und du bist der einzige Angestellter dieser Firma. Du bist also Inhaber, Chef, Angestellter, Putzfrau und Kaffeebimbo in einem.

Beispiel Steuervorteil

Du führst ein digitales Unternehmen, brauchst nur deinen Laptop um zu arbeiten. Die Fixkosten deiner Firma sind quasi Null. Dein Jahresumsatz ist also quasi das Einkommen deiner Firma.

Macht deine Firma jetzt also einen Umsatz von CHF 100'000, kannst du selbst bestimmen, wieviel davon du dir als Lohn ausbezahlen willst.

Je weniger du dir auszahlst, desto weniger private Steuern bezahlst du. Dafür bezahlt aber dein Unternehmen mehr. Umgekehrt hast du natürlich den gegenteiligen Effekt.

Hier gilt es also den Sweetspot der Steuerprogression zu finden und somit die beiden Steuerrechnungen, privat und geschäftlich, zu optimieren.

Ein weiterer Vorteil: Firmen bezahlen alles vor Steuern. Private nach Steuern. Was ist damit gemeint?

Kauft du als Privatperson erhältst du für deine Arbeit einen Lohn. Aufgrund deines Lohnes werden deine Steuern berechnet. Die Steuern sind also fix, egal wieviel du von deinem Lohn ausgibst oder sparst.

Einkommen CHF 100'000 - Lebenshaltungskosten CHF 80'000 = CHF 100'000 Einkommen zu versteuern.

Bei einer Firma werden aber alle Ausgaben von dein Einnahmen abgezogen. Die Differenz ist dann der Gewinn. Die Firma bezahlt Steuern auf den Gewinn.

Einnahmen Firma CHF 100'000 - alle Ausgaben CHF 80'000 = CHF 20'000 Gewinn zu versteuern.

8. Bezahle dich zuerst

Die wichtigste Lektion zum Schluss.

Verfolgst du mich schon länger, hast du dies sicher schon gehört: Bezahle dich zuerst.

Wir alle bezahlen Monat für Monat Rechnungen. Damit bezahlen wir immer jemand anderen. Warum sind wir uns selbst gegenüber nicht auch so Pflichtbewusst? Warum bezahlen wir uns selbst nicht zuerst?

Seit ich dieses Buch gelesen habe halte ich mich daran. Ich war schon früher ein Sparfuchs, aber seit ich mich zuerst bezahle, kann ich richtig zuschauen wie mein Vermögen wächst.

Am 25. des Monats erhalte ich meinen Lohn. Sofort werden verschiedene Daueraufträge ausgelöst:

  1. Swissquote, CHF 4'000 um ETF zu kaufen
  2. Säule 3a, CHF 573,58 für den Maximalbetrag Ende Jahr
  3. Bitcoin, CHF 200 jede Woche

Falls du dich fragst, warum ich nicht "normal" spare: Mein Notgroschen ist schon seit Jahren voll.

Am 26. des Monats gehen alle anderen Daueraufträge raus. Hypothekarzins, Steuern, LSV für Handyrechnung usw.

Die sonstigen Rechnungen die per Post oder Ebill kommen, bezahle ich zwischen dem 26. und 31. des Monats.

Am 1. des neuen Monats weiss ich, wieviel Geld ich ausgeben darf, ohne schlechtes Gewissen.

Bleibt am Ende des Monats immer noch Geld übrig, kaufe ich damit weitere Vermögenswerte.

So, endlich wieder ein Blogbeitrag geschrieben. Fühlt sich gut an.

Bis bald,

FinanzFabio

Ps. Weisst du noch wie es geht? Hier unten gerne das ❤️ anklicken, damit ich weiss, du hast meine Blogbeiträge vermisst!

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