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Saxo Bank vs. Interactive Brokers – CH-Broker oder US-Riese?
Saxo Bank vs. Interactive Brokers – das ist wohl einer der am häufigsten gesuchten Broker-Vergleiche in der Schweiz. Die Saxo Bank ist ein FINMA-regulierter Schweizer Broker mit Sitz in Zürich. Interactive Brokers (IBKR) ist ein 1978 gegründeter US-Broker, an der Nasdaq kotiert und mit über 4 Millionen Kunden weltweit einer der grössten Broker überhaupt. Für dich als Schweizer Anleger stellt sich eine zentrale Frage: Willst du Schweizer Sicherheit und Komfort – oder den Stempelsteuer-Vorteil und die tiefsten Gebühren weltweit?
📌 Das Wichtigste in Kürze
- Saxo Bank Schweiz ist FINMA-reguliert mit Schweizer Banklizenz und Einlagensicherung bis CHF 100'000 (esisuisse).
- Interactive Brokers ist ein US-Broker – Schweizer Kunden laufen über IB UK (FCA-reguliert) mit SIPC-Schutz bis USD 500'000.
- Bei Saxo zahlst du die Schweizer Stempelsteuer (0,075% inländisch, 0,15% ausländisch). Bei IBKR nicht.
- Der Währungswechsel ist bei IBKR massiv günstiger: ab $2 (interbank-nah) vs. 0,25% bei Saxo.
- Saxo liefert einen gratis e-Steuerauszug. Bei IBKR brauchst du datalevel (ca. CHF 50 pro Jahr).
- Saxo bietet einen kostenlosen ETF-Sparplan (AutoInvest) mit über 100 ETFs. IBKR hat seit 2024 ebenfalls automatisierte Sparpläne.
- Beide Broker verlangen keine Depotgebühren. Stand Februar 2026.
Was dich in diesem Beitrag erwartet
- Warum der Vergleich Saxo Bank vs. Interactive Brokers so wichtig ist
- Gebühren im direkten Vergleich
- Sicherheit: FINMA vs. FCA – wem vertraust du dein Geld an?
- Stempelsteuer – der grösste Unterschied
- Steuerauszug: Sekunden vs. Stunden
- ETF-Sparplan: Automatisch investieren
- Plattform und Benutzerfreundlichkeit
- Für wen ist welcher Broker?
- Mein persönliches Fazit
- FAQ – Häufig gestellte Fragen
Warum der Vergleich Saxo Bank vs. Interactive Brokers so wichtig ist
„Soll ich Saxo oder IB nehmen?" – Diese Frage bekomme ich gefühlt jede Woche. Und sie ist berechtigt. Beides sind hervorragende Broker, aber sie spielen in komplett verschiedenen Ligen. Saxo ist wie dein Hausarzt – Schweizer Qualität, spricht deine Sprache, alles aus einer Hand. IBKR ist wie die Mayo Clinic in den USA – weltklasse, aber du musst dich selbst um die Anreise kümmern.
In meinen Finanzcoachings sehe ich immer wieder, dass Leute sich von den tiefen Gebühren bei IBKR blenden lassen, ohne die versteckten Kosten zu bedenken: den Aufwand für die Steuererklärung, den fehlenden Schweizer Support und den Gerichtsstand in London. Andererseits gibt es erfahrene Anleger, für die der Stempelsteuer-Vorteil bei IBKR über die Jahre tausende Franken ausmacht.
Schauen wir uns also an, wo welcher Broker die Nase vorn hat. Wenn du noch gar nicht weisst, was ein ETF ist, empfehle ich dir zuerst meinen Beitrag ETF for dummies.
Gebühren im direkten Vergleich
Beide Broker sind günstig. Aber die Gebührenstruktur unterscheidet sich deutlich. Hier die wichtigsten Zahlen, Stand Februar 2026:
| Kriterium | 🇨🇭 Saxo Bank Schweiz | 🇺🇸 Interactive Brokers |
|---|---|---|
| Depotgebühren | CHF 0 ✓ | CHF 0 ✓ |
| Schweizer Aktien/ETF | 0,08%, min. CHF 3 | 0,05%, min. CHF 1.50 |
| US-Aktien/ETF | 0,08%, min. $1 | Ab $0.35 – $1 |
| Stempelsteuer (CH) | Ja – 0,075% / 0,15% | Nein – entfällt ✓ |
| Währungswechsel CHF→USD | 0,25% Aufschlag | Interbank, ab $2 ✓ |
| ETF-Sparplan | Gratis (100+ ETFs) ✓ | Ja, reguläre Gebühren |
| Inaktivitätsgebühr | Keine ✓ | Keine ✓ |
| e-Steuerauszug | Gratis ✓ | Via datalevel, ~CHF 50/J. |
Quellen: home.saxo (Stand 1.1.2026), interactivebrokers.co.uk, datalevel.ch, schweizerfinanzblog.ch. Alle Angaben ohne Gewähr.
Du siehst: Auf den ersten Blick sieht IBKR günstiger aus. Aber vergiss die Stempelsteuer nicht zu relativieren. Bei einem ETF-Kauf von CHF 10'000 in ein ausländisches Wertpapier sparst du bei IBKR genau CHF 15 Stempelsteuer. Das ist nicht nichts – aber auch kein Gamechanger. Erst bei grösseren und häufigeren Transaktionen wird der Unterschied wirklich spürbar.
Wo IBKR wirklich glänzt, ist der Währungswechsel. Wenn du regelmässig CHF in USD wechselst, um US-ETFs zu kaufen, zahlst du bei Saxo 0,25% – bei IBKR praktisch nur die Grundgebühr von $2. Bei einem Wechsel von CHF 10'000 sind das CHF 25 bei Saxo vs. rund CHF 1.80 bei IBKR. Über die Jahre summiert sich das ordentlich. Mehr zu den Saxo Bank Gebühren im Detail findest du in meinem separaten Beitrag.
Sicherheit: FINMA vs. FCA – wem vertraust du dein Geld an?
Stell dir vor, dein Broker geht pleite. Wo willst du dann anrufen – in Zürich oder in London?
🇨🇭 Saxo Bank Schweiz
FINMA-reguliert · Schweizer Banklizenz
- Einlagensicherung CHF 100'000 (esisuisse)
- Wertpapiere = Sondervermögen
- Eigentümer: J. Safra Sarasin (70%, seit 2025)
- Gerichtsstand: Schweiz
- Support: Deutsch
🇺🇸 Interactive Brokers
FCA-reguliert (UK) · Nasdaq-kotiert
- SIPC-Schutz bis USD 500'000
- Lloyd's Versicherung bis USD 30 Mio.
- Eigenkapital: $20,5 Mrd.
- Gerichtsstand: London / USA
- Support: primär Englisch
Beide Broker sind also gut abgesichert – nur auf unterschiedliche Art. Saxo bietet Schweizer Recht und kurze Wege. IBKR bietet höhere Deckungssummen, aber ausländisches Recht. Für die meisten Schweizer Anleger, die Wert auf Komfort und Sicherheit legen, ist die FINMA-Regulierung ein klarer Pluspunkt.
Stempelsteuer – der grösste Unterschied
Jetzt kommen wir zum Elefanten im Raum. Bei jedem Kauf und Verkauf über einen Schweizer Broker fällt die eidgenössische Stempelsteuer an: 0,075% bei Schweizer Wertpapieren und 0,15% bei ausländischen. Bei IBKR fällt diese Steuer nicht an, weil IBKR kein Schweizer Effektenhändler ist.
Klingt super – aber rechnen wir mal konkret:
| Szenario (ausländischer ETF) | Saxo Bank | IBKR | Ersparnis |
|---|---|---|---|
| ETF-Kauf CHF 5'000 | CHF 7.50 | CHF 0 | CHF 7.50 |
| ETF-Kauf CHF 20'000 | CHF 30 | CHF 0 | CHF 30 |
| ETF-Kauf CHF 50'000 | CHF 75 | CHF 0 | CHF 75 |
| 12 Käufe à CHF 2'000/Jahr | CHF 36/Jahr | CHF 0 | CHF 36/Jahr |
Für einen typischen Anleger, der monatlich CHF 1'000 bis 2'000 in einen ausländischen ETF investiert, reden wir von CHF 18 bis 36 pro Jahr. Über 20 Jahre sind das CHF 360 bis 720 – ohne Zinseszinseffekt. Das ist relevant, aber kein Vermögen. Wer hingegen CHF 50'000 oder mehr auf einmal investiert, spart bei IBKR schon CHF 75 pro Transaktion. Da lohnt sich der Wechsel eher.
Steuerauszug: Sekunden vs. Stunden
Hier ist der Punkt, an dem viele IBKR-Nutzer fluchen. Bei Saxo bekommst du seit dem Steuerjahr 2025 einen gratis e-Steuerauszug. Du importierst die Datei in deine kantonale Steuersoftware, klickst auf „Übernehmen" – fertig. Dauert Sekunden.
Bei IBKR? Da gibt es keinen Schweizer Steuerauszug. Du musst alle Daten aus dem Aktivitätsbericht manuell in deine Steuererklärung übertragen. Dividenden, Quellensteuern, Transaktionen – alles von Hand. Seit 2025 bietet das Schweizer Unternehmen datalevel einen e-Steuerauszug für IBKR-Konten an. Kosten: ca. CHF 50 pro Jahr.
Wenn du drei Positionen hast, geht das noch. Wenn du ein diversifiziertes Portfolio mit 10+ ETFs hast, wird das bei IBKR ohne datalevel zur Geduldsprobe. Im Podcast habe ich mit Ester Morton von der Saxo Bank über genau solche Updates und Neuerungen gesprochen.
ETF-Sparplan: Automatisch investieren
Eine der wichtigsten Fragen, die ich aus der Community höre: Kann ich einen automatischen ETF-Sparplan einrichten?
🏆 Saxo Bank: AutoInvest
Gratis ETF-Sparplan mit über 100 ETFs von BlackRock und Amundi. Betrag und Intervall festlegen – Saxo kauft automatisch. Ohne Kaufgebühren.
⚙️ IBKR: Recurring Investments
Seit 2024 automatisierte Sparpläne. Reguläre Transaktionsgebühren fallen weiterhin an – keine Gratis-Sparpläne. Dafür deutlich grösseres ETF-Universum, inkl. US-ETFs (VT, VOO, VXUS).
Mein Fazit: Für Einsteiger, die einfach monatlich in einen ETF investieren wollen, ist Saxo mit AutoInvest die bequemere und günstigere Lösung. Wer gezielt US-ETFs besparen will und die Gebühren nicht scheut, fährt mit IBKR gut.
Plattform und Benutzerfreundlichkeit
Saxo bietet drei Plattformen: SaxoInvestor (für Einsteiger), SaxoTraderGO (für Fortgeschrittene) und SaxoTraderPRO (für Profis). Alle sind modern, übersichtlich und auf Deutsch verfügbar. Einen detaillierten Test findest du in meinem Beitrag zu den Saxo Bank Plattformen.
IBKR hat ebenfalls mehrere Plattformen: das Client Portal (Web), die Trader Workstation (Desktop) und die IBKR Mobile App. Die Plattformen sind funktional extrem mächtig – aber auch deutlich komplexer. Wer sich noch nie mit einem Broker beschäftigt hat, wird bei IBKR anfangs etwas erschlagen. Die Oberfläche ist mittlerweile grösstenteils auf Deutsch übersetzt, aber der Kundensupport ist primär auf Englisch.
Für wen ist welcher Broker?
| Du bist… | Meine Empfehlung |
|---|---|
| Einsteiger, der monatlich in ETFs investieren will | 🇨🇭 Saxo Bank |
| Erfahrener Anleger mit grösseren Beträgen | 🇺🇸 IBKR |
| Schweizer Recht und FINMA wichtig | 🇨🇭 Saxo Bank |
| US-ETFs direkt kaufen (VT, VOO) | 🤝 Beide |
| Steuererklärung soll einfach sein | 🇨🇭 Saxo Bank |
| Kostensensitiv bei Währungswechsel | 🇺🇸 IBKR |
| Trader mit vielen Transaktionen | 🇺🇸 IBKR |
Mein persönliches Fazit
Ich persönlich nutze die Saxo Bank als meinen Hauptbroker. Warum? Weil mir der Komfort wichtig ist. Gratis Steuerauszug, AutoInvest-Sparplan, Schweizer Banklizenz, Support den ich erreichen kann. Ja, ich zahle dafür die Stempelsteuer. Und ja, der Währungswechsel ist teurer als bei IBKR. Aber dafür spare ich mir Stunden bei der Steuererklärung und schlafe ruhiger.
Heisst das, IBKR ist schlecht? Nein, ganz und gar nicht. IBKR ist ein hervorragender Broker – gerade für erfahrene Anleger, die grössere Summen bewegen, häufig handeln und den Aufwand bei den Steuern nicht scheuen. Die Gebühren sind weltklasse, die Sicherheit ist top und das Produktangebot ist riesig.
Am Ende ist es wie bei so vielem in der Finanzwelt: Es gibt nicht DEN einen richtigen Broker. Es gibt den richtigen Broker für dich. Und den findest du, indem du dir ehrlich die Frage stellst: Was ist mir wichtiger – maximale Kosteneffizienz oder maximaler Komfort?
Wie du bei der Saxo Bank ein Konto eröffnest, zeige ich dir Schritt für Schritt in meinem Leitfaden zur Kontoeröffnung.
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Bis bald,
FinanzFabio
Über den Autor
Fabio Marchesin | Unabhängiger Finanzplaner & Gründer von FinanzFabio
Fabio ist ausgebildeter Finanzplaner mit eidg. Fachausweis und betreibt seit 2018 den grössten unabhängigen Schweizer Finanzblog. Er berät keine Produkte, sondern Menschen.