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Was dich in diesem Beitrag erwartet
- Saxo Bank vs. Swissquote 2026: Welcher Broker ist besser für Schweizer Anleger?
- 📌 Das Wichtigste in Kürze
- Zwei Schwergewichte im Schweizer Broker-Markt
- Gebühren im Vergleich: Wo du wirklich sparst
- Funktionen & Angebot: Wo Swissquote punktet
- Sicherheit & Regulierung
- Plattform & Benutzerfreundlichkeit
- Saxo oder Swissquote – für wen ist was?
- Was ich persönlich mache
- Bereit zum Wechsel?
- FAQ – Häufige Fragen zu Saxo Bank vs. Swissquote
Saxo Bank vs. Swissquote 2026: Welcher Broker ist besser für Schweizer Anleger?
Im Vergleich Saxo Bank vs. Swissquote zeigt sich 2026 ein klares Bild: Saxo punktet mit tieferen Gebühren, keiner Depotgebühr und einem gratis ETF-Sparplan. Swissquote überzeugt mit dem breitesten Produktangebot der Schweiz, Krypto-Direkthandel und dem Aktienregister. Beide bieten Lombardkredite, sind FINMA-reguliert und decken die Schweizer Einlagensicherung bis CHF 100'000. Welcher Broker zu dir passt, hängt davon ab, was du brauchst – und genau das klären wir hier.
📌 Das Wichtigste in Kürze
- Saxo Bank: Keine Depotgebühren. Swissquote: CHF 80 bis 200 pro Jahr, je nach Depotgrösse.
- Courtagen: Saxo ab CHF 3 (CH) / USD 1 (US). Swissquote ab CHF 3 für kleine Beträge, CHF 9 Flat Fee für ETF Leaders.
- ETF-Sparplan: Saxo AutoInvest ist komplett kostenlos. Bei Swissquote fallen die regulären Courtagen an.
- Währungswechsel: Saxo 0,25 %. Swissquote 0,95 %. Ein Unterschied, der bei US-ETFs richtig ins Geld geht.
- e-Steuerauszug: Bei Saxo gratis. Bei Swissquote kostenpflichtig.
- Produktangebot: Swissquote hat mit über 3 Mio. Produkten das breitere Angebot, inkl. Krypto-Direkthandel.
- Aktienregister: Nur bei Swissquote möglich – bei Saxo nicht.
- Lombardkredit: Beide Broker bieten Lombardkredite an. Saxo aktuell mit attraktiven Zinsen ab 1 % (VIP-Kunden) bzw. 2 % (Classic).
- Beide sind FINMA-reguliert mit Schweizer Einlagensicherung bis CHF 100'000.
«Saxo oder Swissquote – was nimmst du?»
Diese Frage bekomme ich aktuell so oft wie keine andere. Und ich verstehe es: Saxo hat 2024/2025 die Gebühren radikal gesenkt und wildert jetzt im Revier von Swissquote – dem bisher unangefochtenen Platzhirsch unter den Schweizer Online-Brokern.
Ich selbst war jahrelang bei Swissquote und bin dann zu Saxo gewechselt. In meinen Coachings sehe ich beide Seiten: Leute, die happy mit Swissquote sind, und solche, die bei den Gebühren fast vom Stuhl fallen. Deshalb habe ich mir für diesen Vergleich beide Broker nochmal im Detail angeschaut – mit echten Zahlen, Stand 2026.
Spoiler: Es gibt keinen klaren «Gewinner für alle». Aber es gibt einen klaren Gewinner für dich – je nachdem, was du brauchst.
Zwei Schwergewichte im Schweizer Broker-Markt
🏦 Saxo Bank Schweiz
- Gegründet 1992 in Dänemark
- Schweizer Niederlassung in Zürich (The Circle)
- FINMA-reguliert, Vollbank-Lizenz
- Über 1,5 Mio. Kunden weltweit
- Verwaltetes Vermögen: über CHF 100 Mrd.
- Mehrheit seit 2025 bei J. Safra Sarasin
- Kein Filialnetz – rein digital
🏦 Swissquote
- Gegründet 1996 in Gland (VD)
- Börsenkotiert an der SIX (SQN)
- FINMA-reguliert, Vollbank-Lizenz
- Über 600'000 Kunden
- Verwaltetes Vermögen: über CHF 50 Mrd.
- PostFinance E-Trading läuft über Swissquote
- Breitestes Produktangebot der Schweiz
Gebühren im Vergleich: Wo du wirklich sparst
Reden wir nicht um den heissen Brei herum – die Gebühren sind der Hauptgrund, warum so viele gerade über einen Wechsel nachdenken. Und hier hat Saxo ordentlich vorgelegt.
| Gebührenart | Saxo Bank | Swissquote | Vorteil |
|---|---|---|---|
| Depotgebühren | CHF 0 | CHF 80–200 / Jahr | Saxo |
| Courtage CH-Aktien (CHF 1'000) | CHF 3.00 | CHF 5.85* | Saxo |
| Courtage CH-Aktien (CHF 10'000) | CHF 8.00 | CHF 30.85* | Saxo |
| Courtage US-Aktien (USD 1'000) | USD 1.00 | USD 5.85* | Saxo |
| ETF Leaders (Flat Fee) | – | CHF 9 flat (ab CHF 1'000) | Kommt drauf an |
| ETF-Sparplan | Gratis (AutoInvest) | Reguläre Courtagen | Saxo |
| Währungswechsel | 0,25 % | 0,95 % | Saxo |
| e-Steuerauszug | Gratis | Kostenpflichtig | Saxo |
| Echtzeit-Zuschlag | – | CHF 0.85 pro Trade | Saxo |
Stand 2026. *Swissquote: inkl. CHF 0.85 Echtzeitzuschlag. Gebühren können sich jederzeit ändern. Quellen: home.saxo, swissquote.com, moneyland.ch.
Du siehst: Bei den reinen Kosten gewinnt Saxo in fast jeder Kategorie. Besonders der Unterschied bei den Depotgebühren und dem Währungswechsel ist enorm. Rechnen wir das mal an einem Beispiel durch.
💰 Rechenbeispiel: ETF-Anleger mit CHF 50'000 Depot
Du investierst 1× pro Monat CHF 500 in einen MSCI World ETF (in USD) und hältst langfristig.
| Posten | Saxo | Swissquote |
|---|---|---|
| Depotgebühren / Jahr | CHF 0 | CHF 100 |
| Courtagen (12 × CHF 500) | CHF 0 (AutoInvest) | CHF 36 (12 × CHF 3) |
| Währungswechsel (CHF 6'000 → USD) | CHF 15 | CHF 57 |
| e-Steuerauszug | CHF 0 | ca. CHF 100 |
| Total pro Jahr | ca. CHF 15 | ca. CHF 293 |
Annahmen: AutoInvest-ETF bei Saxo kostenlos, Swissquote Sparplan ab CHF 3 Courtage. Ohne Stempelsteuer (fällt bei beiden gleich an). Vereinfachte Berechnung.
Das sind rund CHF 278 Unterschied pro Jahr – bei einem relativ bescheidenen Depot. Bei grösseren Summen wird der Unterschied noch deutlicher, weil die Swissquote-Depotgebühren mit der Depotgrösse steigen.
Funktionen & Angebot: Wo Swissquote punktet
Okay, bei den Gebühren hat Saxo die Nase vorn. Aber ein Broker ist mehr als seine Preisliste. Schauen wir uns an, wo Swissquote seine Stärken ausspielt.
| Feature | Saxo Bank | Swissquote |
|---|---|---|
| Handelbare Produkte | 70'000+ | 3'000'000+ |
| Börsenplätze | 40+ | 60+ |
| Krypto-Direkthandel | ❌ (nur ETPs) | ✅ (BTC, ETH etc.) |
| Aktienregister / GV-Teilnahme | ❌ | ✅ (kostenlos) |
| Fractional Shares (Bruchstücke) | ❌ | ✅ |
| ETF-Sparplan | ✅ (AutoInvest, gratis) | ✅ (mit Courtagen) |
| Multiwährungskonto | ✅ | ✅ (21 Währungen) |
| Banking / Debitkarte | ❌ | ✅ (inkl. Debitkarte) |
| Hypotheken | ❌ | ✅ |
| Robo-Advisor | ❌ | ✅ (Invest Easy) |
| Wertpapierleihe | ✅ | ✅ |
| Lombardkredit | ✅ (ab 1 % VIP / 2 % Classic) | ✅ |
Du siehst: Swissquote ist das «Schweizer Taschenmesser» unter den Brokern. Banking, Krypto, Hypotheken, Robo-Advisor – alles unter einem Dach. Saxo ist dagegen der Spezialist: fokussiert auf günstiges Trading und Investieren, dafür mit weniger Schnickschnack drumherum.
Klarstellung zum Lombardkredit: Beide Broker bieten Lombardkredite an. Saxo nennt das Produkt auf den Plattformen «Margin Lending» und bietet es ohne Mindestbetrag an – der Antrag läuft komplett digital über die Saxo-Plattform. Die Zinssätze sind nach Kontostufe gestaffelt und gehören aktuell zu den günstigsten am Schweizer Markt. Mehr dazu findest du direkt auf der Saxo-Lombardkredit-Seite.
Sicherheit & Regulierung
Bei der Sicherheit gibt es keinen Verlierer. Beide Broker sind Schweizer Banken im Vollsinn:
- Beide FINMA-reguliert mit Schweizer Banklizenz
- Beide mit Einlagensicherung bis CHF 100'000 (esisuisse)
- Wertschriften sind bei beiden Sondervermögen – sie gehören dir, auch wenn die Bank Probleme hätte
- Saxo: Seit 2025 Mehrheit bei J. Safra Sarasin (Schweizer Privatbank)
- Swissquote: Börsenkotiert an der SIX – also zusätzlich unter Beobachtung der Öffentlichkeit
In Sachen Regulierung und Sicherheit bei Saxo habe ich einen separaten Artikel geschrieben. Kurz zusammengefasst: Dein Geld ist bei beiden gut aufgehoben.
Plattform & Benutzerfreundlichkeit
Hier ist es Geschmackssache – aber ein paar Unterschiede gibt es schon.
Saxo bietet dir den SaxoInvestor (für Einsteiger und langfristige Anleger, verfügbar über Web oder App), SaxoTrader (für aktive und fortgeschrittene Trader, verfügbar über Web, Mobile und Desktop) und SaxoTrader für Desktop (für Profis, verfügbar über Desktop-App) an. Seit November 2025 wurden SaxoTraderGO und SaxoTraderPRO zur einheitlichen SaxoTrader-Plattform vereint – einfacher zu verstehen, gleicher Funktionsumfang. Die Apps sind modern, schnell und gut designt. Für die meisten reicht SaxoInvestor völlig aus.
Swissquote hat eine etablierte Web-Plattform und eine solide App. Sie ist etwas komplexer, was am breiteren Angebot liegt. Dafür kannst du alles an einem Ort erledigen – vom Aktienhandel bis zur Banküberweisung.
Mein Eindruck: Saxo fühlt sich moderner an, Swissquote fühlt sich vollständiger an. Wenn du «nur» investieren willst, ist Saxo übersichtlicher. Wenn du alles aus einer Hand willst – Banking, Krypto, Investments – ist Swissquote bequemer.
Saxo oder Swissquote – für wen ist was?
✅ Saxo Bank ist besser für dich, wenn du...
- ...langfristig mit ETFs investierst und den kostenlosen Sparplan willst
- ...auf tiefe Gebühren achtest und keinen Franken zu viel zahlen willst
- ...regelmässig in USD handelst (Währungswechsel: nur 0,25 %)
- ...einen gratis e-Steuerauszug schätzt
- ...kein Banking beim Broker brauchst
- ...kein Aktienregister brauchst
- ...einen günstigen Lombardkredit ohne Mindestbetrag suchst (ab 1 % für VIP, 2 % für Classic)
✅ Swissquote ist besser für dich, wenn du...
- ...alles unter einem Dach willst: Investments, Banking, Krypto, Hypothek
- ...dich ins Aktienregister eintragen und an GVs teilnehmen willst
- ...Kryptowährungen direkt kaufen und halten willst (nicht nur ETPs)
- ...das breiteste Produktangebot der Schweiz suchst (3 Mio.+ Produkte)
- ...Fractional Shares (Bruchstücke) handeln willst
Was ich persönlich mache
Ich bin von Swissquote zu Saxo gewechselt. Nicht, weil Swissquote schlecht ist – sondern weil mein Investmentverhalten einfach besser zu Saxo passt. Ich kaufe hauptsächlich ETFs, investiere regelmässig, brauche kein Krypto beim Broker und das Aktienregister nutze ich nicht.
Die gesparten Depotgebühren, Währungswechselgebühren und der gratis Steuerauszug – das summiert sich über die Jahre. Und das ist Geld, das für mich arbeitet statt für die Bank.
Wenn du über den FinanzFabio-Link ein Saxo-Konto eröffnest, erhältst du CHF 500 Trading Credits – damit kannst du die Plattform ohne Risiko testen.
Bereit zum Wechsel?
Sichere dir CHF 500 Trading Credits bei der Saxo Bank – exklusiv für die FinanzFabio Community.
FAQ – Häufige Fragen zu Saxo Bank vs. Swissquote
Ist Saxo Bank günstiger als Swissquote?
Ja, in fast allen Kategorien. Saxo hat keine Depotgebühren (Swissquote: CHF 80–200/Jahr), tiefere Courtagen, einen günstigeren Währungswechsel (0,25 % vs. 0,95 %) und einen gratis e-Steuerauszug. Besonders für Buy-and-Hold-Anleger und ETF-Sparer ist der Unterschied signifikant.
Bietet die Saxo Bank Schweiz einen Lombardkredit an?
Ja. Saxo bietet einen vollständig digital beantragbaren Lombardkredit ohne Mindestbetrag an – auf den Plattformen «Margin Lending» genannt. Die Zinssätze sind nach Kontostufe gestaffelt (Classic: 2 % CHF, Platinum und VIP günstiger, VIP bis ca. 1 %) und gehören damit zu den attraktivsten Konditionen auf dem Schweizer Broker-Markt. Verfügbar für Privat- und Firmenkonten mit Wohnsitz in der Schweiz oder den VAE.
Kann ich bei Saxo Kryptowährungen kaufen?
Nicht direkt. Saxo bietet Krypto nur indirekt über ETPs (Exchange Traded Products) an. Wenn du Bitcoin, Ethereum und Co. direkt halten willst, ist Swissquote die bessere Wahl – dort kannst du Krypto direkt kaufen und in einer Wallet verwahren.
Welche Plattformen bietet die Saxo Bank Schweiz an?
Seit November 2025 hat Saxo drei Zugänge: SaxoInvestor (Web und App, für Einsteiger und langfristige Anleger), SaxoTrader (Web, Mobile und Desktop, für aktive Trader) und SaxoTrader für Desktop (Desktop-App für Profis mit Multi-Screen-Setup, Depth Trader und Level-2-Marktdaten). Alle Plattformen nutzt du mit einem einzigen Saxo-Konto.
Kann ich mein Depot von Swissquote zu Saxo transferieren?
Ja. Die Einlieferung bei Saxo ist kostenlos. Swissquote berechnet ca. CHF 54 pro Titel für die Auslieferung. Den Transfer startest du in der Saxo-Plattform unter «Konto → Portfolio-Übertragung». Alle Details dazu findest du in meiner Saxo Bank Schweiz Kategorie.
Kann ich bei Saxo Schweizer Aktien ins Aktienregister eintragen lassen?
Nein, das ist bei Saxo aktuell nicht möglich. Wenn du an Generalversammlungen teilnehmen oder Vergünstigungen für registrierte Aktionäre nutzen willst (z. B. Lindt-Schokolade), brauchst du Swissquote oder eine klassische Schweizer Bank.
Sind beide Broker sicher?
Ja. Beide sind FINMA-regulierte Schweizer Banken mit Einlagensicherung bis CHF 100'000 (esisuisse). Deine Wertschriften sind bei beiden Sondervermögen – sie gehören dir, unabhängig davon, was mit der Bank passiert.
Hat Saxo einen ETF-Sparplan?
Ja, Saxo bietet mit AutoInvest einen kostenlosen ETF-Sparplan an. Du kannst monatlich automatisch in über 100 ETFs investieren – ohne Kaufgebühren. Bei Swissquote sind Sparpläne ebenfalls möglich, es fallen aber die regulären Courtagen an.
Kann ich beide Broker gleichzeitig nutzen?
Klar! Viele Anleger haben Saxo als günstigen Haupt-Broker für ETFs und Aktien und behalten Swissquote für Spezialfälle wie Krypto, Aktienregister oder Banking. Es gibt keinen Grund, sich auf einen einzigen Broker zu beschränken.
Du siehst, der Vergleich Saxo Bank vs. Swissquote ist keine Schwarz-Weiss-Geschichte. Saxo gewinnt klar bei den Kosten, Swissquote beim Funktionsumfang. Für die meisten Schweizer Anleger, die einfach regelmässig in ETFs investieren und langfristig Vermögen aufbauen wollen, ist Saxo 2026 die bessere Wahl. Wenn du aber das Rundum-Paket suchst, bleibt Swissquote eine solide Option.
Und ehrlich gesagt: Egal welchen du wählst – Hauptsache, du investierst überhaupt. Denn der teuerste Broker ist immer noch günstiger als gar nicht investieren.
Bis bald,
FinanzFabio
Über den Autor
Fabio Marchesin | Unabhängiger Finanzplaner & Gründer von FinanzFabio
Fabio ist ausgebildeter Finanzplaner mit eidg. Fachausweis und betreibt seit 2018 den grössten unabhängigen Schweizer Finanzblog. Er berät keine Produkte, sondern Menschen.
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