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Saxo Fremdwährungskonto nutzen

Saxo Fremd­wäh­rungs­konto: So sparst du beim FX

Saxo Fremdwährungskonto: So sparst du beim Währungswechsel – FinanzFabio

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Saxo Fremdwährungskonto nutzen – so sparst du beim Währungswechsel

Bei Saxo zahlst du 0.25% Währungswechselgebühr – die tiefste Rate unter allen Schweizer Brokern. Mit einem kostenlosen Fremdwährungskonto (z.B. USD) kannst du diese Gebühr beim Kauf US-amerikanischer Aktien oder ETFs ganz umgehen. Saxo bietet bis zu 21 Währungen in kostenlosen Unterkonten. Stand April 2026.

⚡ Das Wichtigste in Kürze

  1. 0.25% FX-Gebühr – Saxo ist damit der günstigste Schweizer Broker beim Währungswechsel. Swissquote: 0.95%, PostFinance: bis 1.5%.
  2. Fremdwährungskonten sind kostenlos – bis zu 10 Unterkonten in 21 verschiedenen Währungen, jedes mit eigener IBAN.
  3. FX-Gebühr komplett sparen – wenn du ein USD-Konto hast und von dort in USD kaufst, fällt keine Wechselgebühr an.
  4. Direkte USD-Einzahlung möglich – via IBAN-Überweisung direkt auf dein USD-Unterkonto, ohne Umrechnung.
  5. Dividenden in Fremdwährung landen automatisch auf dem passenden Fremdwährungskonto – kein Zwangswechsel.
  6. Wichtig: Das Fremdwährungskonto muss manuell befüllt sein – es gibt keine automatische Verrechnung mit dem CHF-Hauptkonto beim Kaufen.

Ich rede viel darüber, Gebühren zu minimieren. Säule 3a maximieren, ETF-Sparplan kostenlos einrichten, Steuerauszug gratis beziehen. Aber einer der grössten unsichtbaren Kostenfresser im Portfolio vieler Schweizer Anleger wird kaum je besprochen: der Währungswechsel.

Wenn du einen US-ETF oder eine US-Aktie kaufst und dein Broker deine CHF automatisch in USD umrechnet – das kostet. Jedes Mal. Hin und zurück. Und bei traditionellen Schweizer Brokern ist diese Gebühr kein Pappenstiel.

Ich zeige dir, wie du das mit dem Saxo Fremdwährungskonto smart handhabst – und wann sich das wirklich lohnt.

Das Problem: Schweizer kaufen viel in Fremdwährung

Als Schweizer Anleger investierst du in der Regel in globale ETFs. Die meisten davon werden in USD oder EUR gehandelt. Selbst wenn du einen „CHF-hedged" ETF vermeidest (was du solltest – Hedging kostet Rendite), kaufst du de facto in einer Fremdwährung.

Was passiert dabei normalerweise? Du überweist CHF auf dein Brokerkonto. Dein Broker rechnet beim ETF-Kauf deine CHF automatisch in USD oder EUR um – und verrechnet dir dabei eine Wechselgebühr. Beim Verkauf wieder. Bei Dividenden-Reinvestition wieder.

Broker FX-Gebühr Kosten bei CHF 10'000 Kauf
Saxo Bank Schweiz 0.25% CHF 25
Swissquote ca. 0.95% CHF 95
PostFinance bis 1.5% bis CHF 150
Interactive Brokers $2 fix (interbank) ca. CHF 2

Stand April 2026 | Quelle: Preislisten der jeweiligen Broker | Alle Angaben ohne Gewähr

Kurzer Kommentar zu Interactive Brokers: IBKR ist mit dem Fixbetrag von $2 nahezu kostenlos – besser als Saxo. Aber erst ab ca. $800 Umrechnungsvolumen pro Trade. Darunter (und das ist für die meisten Privatanleger der Fall) ist Saxos 0.25% günstiger. Wer also monatlich CHF 200–500 in einen US-ETF investiert, fährt mit Saxo besser.

Die Lösung: Fremdwährungskonto bei Saxo einrichten

Saxo ermöglicht dir, kostenlose Unterkonten in verschiedenen Währungen zu eröffnen. Jedes Unterkonto bekommt eine eigene IBAN. Du kannst Geld direkt in dieser Währung einzahlen, US-Aktien oder -ETFs kaufen und US-Dividenden empfangen – alles ohne Währungsumrechnung.

Das Prinzip ist simpel: Statt CHF auf dein Saxo-Konto zu überweisen und dann beim Kauf umrechnen zu lassen, überweist du USD direkt auf dein USD-Unterkonto. Kaufst du dann US-Aktien oder -ETFs in USD, findet null Währungsumrechnung statt. FX-Gebühr: CHF 0.

🔁 Zwei Szenarien im Vergleich

❌ Ohne Fremdwährungskonto

CHF überweisen
Saxo rechnet um
−0.25% FX
ETF kaufen

✅ Mit USD-Unterkonto

USD direkt einzahlen
(z.B. via Wise)
USD-Konto bei Saxo
0% FX
ETF kaufen
in USD, kein Umtausch

USD-Konto bei Saxo eröffnen – Schritt für Schritt

Der Vorgang dauert buchstäblich weniger als 2 Minuten:

1

Einloggen bei SaxoInvestor oder SaxoTrader

Gehe auf home.saxo → Anmelden → Plattform deiner Wahl.

2

Benutzer-Icon → Konto-Einstellungen

Oben rechts auf dein Profil-Icon klicken → „Konto" oder „Einstellungen" → „Unterkonten" oder „Fremdwährungskonto eröffnen".

3

Währung auswählen – z.B. USD

In der Navigation: SaxoTrader → „Unterkonto eröffnen" | SaxoInvestor → „Unterkonto in Fremdwährung eröffnen". Wähle USD (oder EUR, GBP etc.) aus der Dropdown-Liste.

4

Bestätigen – sofort einsatzbereit

Das Unterkonto wird sofort eröffnet. Du bekommst deine persönliche IBAN für das USD-Konto (SWIFT: SAXOCHZHXXX, unabhängig der Währung). Diese IBAN verwendest du für direkte USD-Einzahlungen.

USD einzahlen und in USD kaufen

Weise deiner Hausbank die USD-IBAN bei Saxo an. Beim Kauf eines US-ETFs oder einer US-Aktie wählst du im Trade-Ticket das USD-Unterkonto aus – keine Umrechnung, 0% FX-Gebühr.

💡 Classic-Konto: Limit beachten

Mit dem Classic-Konto sind bis zu 4 Fremdwährungs-Unterkonten möglich. Saxo bietet insgesamt bis zu 10 Unterkonten – das schliesst AutoInvest-Konten, Kinder-Sparkonten und Fremdwährungskonten ein. Plane also voraus, wenn du viele separate Konten führen möchtest.

Kann ich direkt in USD einzahlen?

Ja. Jedes Fremdwährungskonto bei Saxo hat eine eigene IBAN und denselben SWIFT-Code (SAXOCHZHXXX). Du kannst direkt in USD überweisen – ohne dass Saxo eine Umrechnung vornimmt.

Praktisch: Die Einzahlung in Fremdwährung auf das entsprechende Unterkonto ist kostenlos. Involvierte Zwischenbanken könnten aber Kommissionen abziehen – je nachdem, von wo du überweist.

💡 Tipp: Günstiger USD-Transfer via Wise

Wenn du CHF in USD tauschen und dann auf dein Saxo USD-Konto einzahlen willst, ist Wise (früher TransferWise) oft eine günstigere Option als eine direkte Umrechnung bei Saxo. Wise rechnet nahe am Interbanken-Kurs um und überweist dann USD auf die Saxo-IBAN. Der Effekt: Du bezahlst Wise-Gebühren (oft unter 0.5% inkl. alles) statt Saxos 0.25% – allerdings hängt das vom Betrag ab. Bei kleinen Beträgen ist Saxo oft einfacher.

Kein Sponsoring, nur ein praktischer Hinweis aus eigener Erfahrung.

Welche 21 Währungen bietet Saxo an?

Saxo bietet Unterkonten in 21 Währungen. Das ist für Privatanleger deutlich mehr als nötig – die meisten kommen mit CHF, USD und vielleicht EUR aus. Trotzdem gut zu wissen:

Region Verfügbare Währungen Relevant für
Kern CHF, USD, EUR, GBP 95% aller ETF- und Aktien-Käufe
Asien JPY, HKD, SGD, AUD, NZD Aktien aus Japan, Hongkong, Australien
Europa SEK, NOK, DKK, PLN, CZK, HUF Nordische und osteuropäische Aktien
Weitere CAD, MXN, ZAR, TRY, u.a. Spezifische Märkte, weniger relevant für ETF-Anleger

Quelle: Saxo Bank (Schweiz) AG, Stand April 2026. Exakte Liste auf der Saxo-Plattform unter Unterkonten verfügbar.

Für die meisten FinanzFabio-Leser gilt: Ein USD-Unterkonto reicht. Wer in irische UCITS-ETFs investiert, braucht allenfalls noch EUR. CHF ist immer dein Hauptkonto. Das war's.

Wann lohnt sich das Fremdwährungskonto wirklich?

Lass mich direkt sein: Für einen monatlichen AutoInvest-Sparplan von CHF 100–200 in einen iShares MSCI World ETF lohnt sich das Fremdwährungskonto kaum. Saxos 0.25% FX-Gebühr macht bei CHF 200 genau 50 Rappen aus. Das ist kein Betrag, der dein Schlaf kostet.

Der Aufwand – USD beschaffen, USD überweisen, Unterkonto pflegen – ist für kleine Beträge schlicht nicht verhältnismässig.

📊 Ab wann lohnt es sich? – Annähernde Berechnung

Jährliches USD-Volumen FX-Kosten Saxo (0.25%) Ersparnis vs. Swissquote (0.95%) Lohnt sich FW-Konto?
CHF 2'400 (CHF 200/Mt.) CHF 6 CHF 17 ⚠️ Grenzwertig
CHF 6'000 (CHF 500/Mt.) CHF 15 CHF 42 ✅ Lohnend
CHF 12'000 (CHF 1'000/Mt.) CHF 30 CHF 84 ✅ Klar lohnend
CHF 50'000+ (Einmalanlage) CHF 125+ CHF 475+ ✅ Sehr lohnend

Ersparnis = Saxo 0.25% vs. Swissquote 0.95% für dasselbe Volumen. Faustregel: Je grösser das Volumen, desto stärker die Wirkung.

Bei grossen Einmalanlagen – du wechselst ein bestehendes Depot zu Saxo, investierst CHF 50'000+ in US-ETFs – ist das Fremdwährungskonto klar sinnvoll. Lass die FX-Gebühr einmal fallen, behalte dann USD im Konto, und kaufe bei Gelegenheit nach. Jedes Mal ohne Umrechnungskosten.

Das musst du wissen: Keine automatische Verrechnung

⚠️ Wichtiger Hinweis – bitte lesen

Das Fremdwährungskonto muss manuell mit ausreichend Barmitteln aufgefüllt sein, bevor du in dieser Währung kaufst. Es gibt keine automatische Verrechnung mit dem CHF-Hauptkonto. Wenn du in USD kaufen willst, aber dein USD-Unterkonto ist leer, geht Saxo standardmässig auf dein CHF-Hauptkonto und rechnet um – mit 0.25% FX-Gebühr.

Das ist keine grosse Hürde, aber du musst es wissen und aktiv steuern. Mein Tipp: Plane im Voraus. Wenn du weisst, dass du nächsten Monat CHF 2'000 in US-ETFs investierst, tausch rechtzeitig CHF in USD um (oder zahle direkt USD ein) – und lass das Geld auf dem USD-Unterkonto liegen.

Beim Währungswechsel zwischen zwei Saxo-Unterkonten musst du ausserdem einen Auftrag per E-Mail an Saxo senden oder deinen Kundenberater kontaktieren – das geht nicht direkt selbst über die Plattform.

Das klingt umständlicher als es ist. Wer sein Depot klar strukturiert und weiss, in welcher Währung er kauft, stösst auf dieses Problem kaum je.

Dividenden und Zinsen auf Fremdwährungskonten

Ein weiterer praktischer Vorteil: Erhältst du Dividenden in USD (z.B. von einem US-ETF oder einer US-Aktie), werden diese automatisch dem USD-Unterkonto gutgeschrieben – ohne Umrechnung. Das Geld bleibt in USD und steht beim nächsten Kauf direkt zur Verfügung.

Zusätzlich zahlt Saxo Zinsen auf Fremdwährungsguthaben – je nach Währung und Marktsituation unterschiedlich. Die aktuellen Zinssätze siehst du direkt in der Plattform unter deinen Kontodetails. Sie ändern sich je nach Marktumfeld und sind dynamisch – schau also lieber auf der Plattform nach als hier.

📌 Zinsberechnung bei Saxo

Zinsen werden täglich berechnet und monatlich am Anfang des Folgemonats ausbezahlt. Es gibt keine Mindesthaltedauer und keinen Maximalbetrag. Die Berechnung erfolgt auf Basis des adjustierten Kontosaldos des jeweiligen Unterkontos.

Häufige Fragen zum Saxo Fremdwährungskonto

Wie eröffne ich ein USD-Konto bei Saxo?

Einloggen → Benutzer-Icon → Konto-Einstellungen → „Unterkonto eröffnen" (SaxoTrader) oder „Unterkonto in Fremdwährung eröffnen" (SaxoInvestor) → USD auswählen → bestätigen. Das Konto ist sofort einsatzbereit mit eigener IBAN. Kostenlos, kein Mindestbetrag.

Was kostet der Währungswechsel bei Saxo?

0.25% des Umtauschbetrags – ohne Mindestgebühr. Das ist die tiefste FX-Gebühr unter allen Schweizer Brokern. Swissquote berechnet ca. 0.95%, PostFinance bis 1.5%. Kein Wechsel fällt an, wenn du direkt in der Zielwährung über das passende Fremdwährungskonto handelst.

Ist Saxos 0.25% günstiger als bei Swissquote?

Ja, deutlich. Swissquote berechnet ca. 0.95% FX-Gebühr – fast viermal so viel wie Saxo. Bei einer jährlichen Investition von CHF 12'000 in US-ETFs ergibt das einen Unterschied von rund CHF 84 pro Jahr (nur Wechselgebühr, ohne Transaktionsgebühren). Interactive Brokers ist mit $2 fix noch günstiger – aber nur ab ca. $800 Volumen pro Umrechnung.

Kann ich direkt in USD bei Saxo einzahlen?

Ja. Jedes Fremdwährungskonto bei Saxo hat eine eigene IBAN und den SWIFT-Code SAXOCHZHXXX. Du kannst USD direkt von deiner Hausbank auf diese IBAN überweisen – ohne Umrechnung durch Saxo. Die Einzahlung in Fremdwährung auf das passende Unterkonto ist kostenlos. Mögliche Zwischenbankgebühren können anfallen, je nach überweisender Bank.

Wie viele Währungen kann ich bei Saxo halten?

Saxo bietet Unterkonten in 21 verschiedenen Währungen an – darunter CHF, USD, EUR, GBP, JPY, AUD, CAD und weitere. Mit dem Classic-Konto sind bis zu 4 Fremdwährungs-Unterkonten möglich. Insgesamt können bis zu 10 Unterkonten (alle Typen kombiniert) geführt werden. Für die meisten Anleger ist ein USD-Unterkonto ausreichend, optional noch EUR.

💡 Mein Fazit

Für kleine monatliche Sparpläne bis CHF 200: Saxos 0.25% FX-Gebühr einfach akzeptieren. Bei grösseren Investitionsbeträgen oder wenn du regelmässig in US-ETFs oder US-Aktien investierst: USD-Unterkonto einrichten, USD direkt einzahlen, FX-Gebühr komplett eliminieren.

Das Fremdwährungskonto ist eines der unterschätztesten Features bei Saxo – und einmal eingerichtet, macht es keinen Extra-Aufwand.

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Gebühren sind die einzige garantierte Rendite – im Negativen. Jeder Franken, den du nicht an FX-Gebühren zahlst, bleibt in deinem Depot. Über 20 Jahre mit Zinseszins macht das einen Unterschied.

Bis bald,
FinanzFabio

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Über den Autor

Fabio Marchesin | FinanzFabio

Fabio ist ausgebildeter Finanzplaner mit eidg. Fachausweis und betreibt seit 2018 den grössten unabhängigen Schweizer Finanzblog mit über 258'000 Followern. Er berät keine Finanzprodukte, sondern Menschen. Bekannt aus NZZ, Tagesanzeiger, Blick und 20 Minuten.

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