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Vergleichsbild zu Saxo vs DEGIRO Schweiz 2026 mit Finanz-Dashboard, Vergleichskarten und Fokus auf ETF-Sparplan, Steuerauszug und Gebühren.

Saxo vs DEGIRO Schweiz: Welcher Broker passt zu dir?

FinanzFabio empfiehlt

Saxo Bank Schweiz – FINMA-reguliert, gratis e-Steuerauszug

Für ETF-Sparer die klar bessere Wahl als DEGIRO: AutoInvest gratis, esisuisse-Einlagensicherung, Schweizer Steuerauszug automatisch. Über meinen Partnerlink: CHF 200 geschenkt.

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Saxo vs DEGIRO Schweiz – der Vergleich zwischen dem günstigsten Schweizer Broker und dem beliebtesten niederländischen Broker in der Schweiz. Beide sind billig, beide haben 0 CHF Depotgebühren, beide sind seriös. Aber sie spielen in unterschiedlichen Ligen. Wer als Schweizer Anleger langfristig ETF-Sparpläne aufbauen und minimalen Steueraufwand haben will: klar Saxo Bank Schweiz. Wer als aktiver Aktien-Trader mit europäischen Titeln viel handelt und keine Stempelsteuer bezahlen möchte: DEGIRO wird interessant. In diesem direkten Vergleich zeige ich dir alle Kosten, alle Fallstricke (DEGIRO hat mehr als Saxo), die versteckten Punkte wie Wertpapierleihe und Einlagensicherung, sowie meine klare Empfehlung nach 6 Jahren Coaching-Erfahrung mit Schweizer Anlegern, die zwischen den beiden hin- und herüberlegen. Stand Mai 2026, mit der neuen DEGIRO-Preisstruktur seit Oktober 2025.

Saxo vs DEGIRO Schweiz – Antwort in 60 Sekunden

Kriterium Saxo Bank Schweiz DEGIRO
RegulierungFINMA (Schweiz)AFM (Niederlande)
EinlagensicherungCHF 100'000 (esisuisse)EUR 20'000 (NL)
Depotgebühr0 CHF0 CHF
ETF-Sparplan✓ AutoInvest gratis, 100+ ETFs✗ Kein Sparplan
ETF-Trade Standard0,08 %, Min. CHF 3EUR 3 (weltweit)
ETF-Kernauswahlgratis via AutoInvestEUR 1 (nur Tradegate)
Stempelsteuer CH0,075 % / 0,15 %✗ entfällt
e-Steuerauszuggratis ab 2025nicht vorhanden
Fractional Shares✓ ja✗ nein
US-ETFs direktnur UCITS-Pendantsnur UCITS-Pendants
Wertpapierleiheopt-in, 50 % ErtragsanteilBasic: automatisch, kein Anteil

Stand Mai 2026. Neue DEGIRO-Preisstruktur seit Oktober 2025. Aktuelle Konditionen bei Anbietern direkt prüfen.

Das Wichtigste in Kürze

Saxo vs DEGIRO Schweiz – meine Kern-Erkenntnisse:

  • Für ETF-Sparer: klar Saxo Bank Schweiz (AutoInvest gratis, DEGIRO hat KEIN Sparplan)
  • Für aktive Aktien-Trader: DEGIRO kann günstiger sein (keine Stempelsteuer, tiefe Trade-Gebühren)
  • Sicherheit klar Saxo: FINMA-Reg. + esisuisse CHF 100'000 vs. AFM + EUR 20'000
  • Steuererklärung: Saxo gratis e-Steuerauszug, DEGIRO manuell aus Jahresbericht (oder CHF 19+ extern)
  • Wertpapierleihe: DEGIRO Basic verleiht deine Titel ohne Ertragsanteil, Saxo nur mit deiner Zustimmung + 50 %
  • DEGIRO Neuerung Okt 2025: Kernauswahl nur noch an Tradegate (Berlin), EUR 1 pro Trade
  • Mein Fazit: Für rund 90 % der Schweizer Anleger ist Saxo die richtige Wahl

Saxo vs DEGIRO Schweiz – das Kurz-Fazit

Saxo Bank Schweiz ist ein FINMA-regulierter Schweizer Broker mit tiefen Gebühren, gratis AutoInvest für 100+ ETFs und gratis Schweizer e-Steuerauszug. DEGIRO ist ein niederländischer Discount-Broker mit noch tieferen Handelsgebühren pro Trade – ABER ohne ETF-Sparplan, ohne Schweizer Steuerauszug und mit deutlich schwächerer Einlagensicherung (EUR 20'000 statt CHF 100'000). Für den typischen Schweizer Buy-and-Hold-ETF-Anleger ist Saxo die klar bessere Wahl. DEGIRO wird erst attraktiv, wenn du sehr aktiv europäische Aktien handelst und die fehlende FINMA-Regulierung sowie den Steuerauszug-Aufwand akzeptierst.

Was ist DEGIRO überhaupt?

DEGIRO ist ein niederländischer Online-Discount-Broker, der 2013 gestartet ist und seit 2020 zur deutschen flatexDEGIRO Bank AG gehört. Über 3 Millionen Kunden europaweit, davon eine wachsende Zahl aus der Schweiz. Der DEGIRO-USP: extrem tiefe Trade-Gebühren durch fokussiertes Angebot und weitgehenden Verzicht auf klassische Bank-Dienstleistungen.

Für Schweizer Anleger relevant: DEGIRO bietet ein CHF-Depot, Ein- und Auszahlungen in CHF sind möglich, deutsche Sprache verfügbar. ABER: DEGIRO ist kein Schweizer Broker – die Bank sitzt in den Niederlanden, ist von der niederländischen AFM (Autoriteit Financiële Markten) reguliert, nicht von der FINMA.

Saxo vs DEGIRO Schweiz: Wo Saxo klar besser ist

1. ETF-Sparplan (AutoInvest gratis vs. gar kein Sparplan)

Das ist der Killer-Punkt. Saxo Bank Schweiz bietet AutoInvest: über 100 ETFs kostenlos besparbar, monatliche automatische Ausführung, kein Mindestbetrag. Perfekt für Buy-and-Hold-Anleger, die einen ETF-Sparplan im Autopilot laufen lassen wollen.

DEGIRO bietet keinen automatisierten ETF-Sparplan. Du musst jeden Monat manuell einen Kauf auslösen. Bei EUR 1 (Kernauswahl) oder EUR 3 (Standard) pro Trade wird das über 20 Jahre teurer als es klingt: 240 Kauforder × EUR 1 = EUR 240, plus der monatliche Zeitaufwand.

2. Schweizer e-Steuerauszug (gratis vs. nicht vorhanden)

Saxo Bank Schweiz stellt seit Steuerjahr 2025 einen kostenlosen e-Steuerauszug bereit. Du importierst ihn in deine kantonale Steuersoftware (ZH Private Tax, BE TaxMe, AG EasyTax etc.), klickst auf "Übernehmen" – fertig.

DEGIRO bietet keinen Schweizer e-Steuerauszug. Du bekommst nur einen "Jahresübersicht" (Steuerbericht), aus dem du alle Positionen, Dividenden, Quellensteuern manuell in deine Steuererklärung übertragen musst. Alternative: Externe Anbieter wie datalevel oder steuerauszug.ch (CHF 19–50 pro Jahr) übernehmen das gegen Gebühr.

3. Einlagensicherung (CHF 100'000 vs. EUR 20'000)

Wichtiger Sicherheitspunkt, den viele übersehen. Saxo Bank Schweiz ist Mitglied bei esisuisse – Kundengelder sind bis CHF 100'000 pro Kunde gesichert. Wertschriften sind Sondervermögen und werden im Konkursfall komplett zurückgegeben.

DEGIRO fällt unter die niederländische Einlagensicherung – nur bis EUR 20'000 pro Kunde. Das ist 5-mal weniger als in der Schweiz. Wertschriften sind zwar auch bei DEGIRO Sondervermögen, aber die Cash-Sicherung ist deutlich schwächer.

4. FINMA-Regulierung (Schweiz vs. Niederlande)

Nach dem Flowbank-Konkurs im Juni 2024 haben viele Anleger gemerkt: Die FINMA schaut hin und schützt Einleger, wenn eine Bank finanziell wackelt. Saxo Bank (Schweiz) AG steht unter direkter FINMA-Aufsicht. DEGIRO wird von der niederländischen AFM reguliert – auch seriös, aber wenn Streit oder Probleme auftauchen, ist die Distanz grösser.

5. Fractional Shares (ja vs. nein)

Saxo unterstützt den Handel mit Bruchteilsanteilen (Fractional Shares) – wichtig für kleine Sparraten. Du kannst CHF 50 in eine Berkshire-Hathaway-Aktie stecken, auch wenn eine ganze Aktie CHF 500 kostet. DEGIRO bietet das nicht.

6. Wertpapierleihe (opt-in vs. automatisch)

DEGIRO verleiht standardmässig deine Wertpapiere an andere Marktteilnehmer (Short-Seller etc.) – ohne dass du am Ertrag beteiligt bist. Das ist Teil des Business-Modells und finanziert die tiefen Gebühren mit. Du kannst zu einem "Custody Account" wechseln, dann fallen dafür aber andere Gebühren an.

Saxo verleiht deine Titel nur mit deiner expliziten Zustimmung und teilt den Ertrag 50/50. Kleiner Punkt, aber für viele Anleger vertraueneswert.

Saxo vs DEGIRO Schweiz: Wo DEGIRO besser ist

1. Keine Stempelsteuer

Als niederländischer Broker unterliegt DEGIRO nicht der Schweizer Stempelsteuer (Umsatzabgabe). Bei Saxo zahlst du 0,075 % (CH-Titel) bzw. 0,15 % (Ausland-Titel) pro Transaktion. Details in Stempelsteuer Schweiz Broker Saxo. Bei aktiven Tradern mit hohem Volumen kann das über die Jahre substantiell werden.

Zahlenbeispiel: 50 Trades/Jahr à CHF 5'000 in ausländische Titel → Stempelsteuer bei Saxo: 50 × 5'000 × 0,15 % = CHF 375/Jahr. Bei DEGIRO: 0 CHF Stempelsteuer, aber Trade-Gebühr 50 × EUR 3 = EUR 150 (~CHF 145). Ersparnis für aktive Trader: rund CHF 230/Jahr.

2. Sehr günstige Aktien-Trades

DEGIRO hat für Einzelaktien eine sehr wettbewerbsfähige Struktur: Aktien-Trades an europäischen Börsen sind oft für unter EUR 5 pro Order möglich. Bei aktiven Tradern mit vielen europäischen Aktien-Positionen kann das gegenüber Saxo (0,08 %, Min. CHF 3) Vorteile bringen.

3. ETF-Kernauswahl EUR 1

Die DEGIRO-Kernauswahl (rund 100 ETFs an Tradegate/Berlin) kostet nur EUR 1 pro Trade – unabhängig von der Ordergrösse. Für Einmalkäufe oder unregelmässige Käufe ist das sehr günstig. Aber: Nur an Tradegate handelbar, was Liquiditätsnachteile haben kann.

4. Optionen und Futures

Beide Broker bieten Derivate. DEGIRO ist bei US-Optionen manchmal etwas günstiger. Für aktive Trader mit Options-Strategien ein Faktor.

Saxo vs DEGIRO Schweiz: Konkrete Rechenbeispiele

Fall 1: Buy-and-Hold-ETF-Sparer, CHF 500/Monat

Setup: Sparplan über 25 Jahre, iShares Core MSCI World (IE00B4L5Y983), CHF 500 monatlich.

KostenpunktSaxoDEGIRO
Sparplan-Gebühr/Trade0 CHF (AutoInvest)EUR 1 (manuell)
Stempelsteuer/MonatCHF 0.750 CHF
e-Steuerauszug/Jahr0 CHFCHF 19–50 (extern)
Zeit-Aufwand Manuell-Kauf0 h/Jahr2 h/Jahr
Gesamt 25 Jahre~ CHF 225 (nur Stempelsteuer)~ CHF 1'050 (12/Mt. × 25 × Gebühr + Steuerauszug)

Fazit Fall 1: Saxo ist rund CHF 800 günstiger über 25 Jahre. Plus 50 Stunden gesparter Zeit.

Fall 2: Aktiver Trader, 50 Trades/Jahr in europäische Aktien

Setup: 50 Trades pro Jahr à CHF 5'000, gemischtes Portfolio aus europäischen Aktien, mittelfristig gehalten.

KostenpunktSaxoDEGIRO
50 Trade-Gebühren50 × CHF 4 = CHF 20050 × EUR 3 = ~CHF 145
Stempelsteuer50 × 5'000 × 0,15 % = CHF 3750 CHF
e-Steuerauszug/Jahr0 CHFCHF 50 (datalevel)
Gesamt pro Jahr~ CHF 575~ CHF 195

Fazit Fall 2: DEGIRO spart hier rund CHF 380/Jahr. Bei diesem Trading-Profil rechnet sich DEGIRO. Achtung: Der Zeitaufwand für die manuelle Steuererklärung bleibt.

Fall 3: Gemischtes Portfolio, CHF 200'000 Vermögen, 10 Trades/Jahr

Setup: Buy-and-Hold-Kerndepot CHF 200'000, gelegentliche Umschichtungen, dazu CHF 800/Monat Sparplan.

Fazit Fall 3: Saxo ist die klare Wahl. Der Sparplan-Vorteil (gratis AutoInvest) plus der gratis e-Steuerauszug plus die höhere Einlagensicherung machen die minimal höhere Stempelsteuer mehr als wett. Ersparnis über 10 Jahre: rund CHF 3'000 – zugunsten Saxo.

Saxo vs DEGIRO Schweiz: Die Wertpapierleihe-Frage

Ein oft übersehener Punkt. Beide Broker verleihen (potentiell) deine Wertpapiere an Marktteilnehmer wie Short-Seller. Der Unterschied liegt im Detail:

  • DEGIRO Basic Account: Verleiht deine Wertpapiere automatisch, du bekommst NICHTS am Ertrag. Ist Teil des Geschäftsmodells.
  • DEGIRO Custody Account: Keine Verleihe, dafür fallen Gebühren für Dividenden-Auszahlungen etc. an. Etwas teurer.
  • Saxo Bank Schweiz: Verleiht nur mit deiner Zustimmung (Opt-in), 50 % des Ertrags gehen an dich, sichergestellte Besicherung ≥ 102 % auf einem separaten Schweizer Depot.

Im Fall einer Broker-Insolvenz sind Wertpapiere zwar Sondervermögen und im Prinzip geschützt – aber verliehene Wertpapiere können eine Rückabwicklung verzögern. Für vertrauens-orientierte Anleger ist Saxos Opt-in-Modell die bessere Wahl.

Saxo vs DEGIRO Schweiz: Kontoeröffnung im direkten Vergleich

Beide Kontoeröffnungen laufen digital, mit unterschiedlichem Aufwand:

Saxo Bank Schweiz

  • Komplett digital via Website oder App
  • Ausweiskopie (Pass oder ID)
  • Wohnsitznachweis
  • Dauer: 10–15 Minuten Online, Bearbeitung 1–3 Werktage
  • Schweizer IBAN, deutsche Sprache

DEGIRO

  • Digital via Website
  • Nur Reisepass oder Führerausweis akzeptiert – ID-Karte nicht
  • Vermögensherkunft-Angaben
  • Keine Umlaute in Freitextfeldern (also "Zuerich" statt "Zürich")
  • Dauer: wenige Minuten bis wenige Tage
  • CHF-Depot möglich, aber alles hauptsächlich auf Englisch/Deutsch (Standard)

💡 Aus Fabios Erfahrung

Coaching-Fall 2024 – Simon der DEGIRO-Fan: Simon, 34, war überzeugt von DEGIRO wegen der tiefen Gebühren. Wir haben sein Setup analysiert: CHF 600/Monat Sparplan in Welt-ETF, 2 Umschichtungen pro Jahr. Bei DEGIRO würde er zwar EUR 12/Jahr Sparplan-Gebühren zahlen, aber CHF 50 datalevel-Steuerauszug und die manuellen Käufe. Bei Saxo AutoInvest: 0 CHF Sparplan-Gebühren, 0 CHF Steuerauszug, automatisch. Ersparnis Saxo vs DEGIRO Schweiz für Simon: rund CHF 60/Jahr plus 15 Stunden gesparter Zeit. Simon ist zu Saxo gewechselt.

Coaching-Fall 2025 – Larissa die aktive Trader-Fan: Larissa, 41, tradet aktiv europäische Aktien – etwa 60 Trades/Jahr, meist EUR 2'000–5'000 Positionen. Für sie war DEGIRO die klare Wahl: keine Stempelsteuer, tiefe Trade-Gebühren, europäische Börsen-Auswahl. Sie akzeptiert den Steuerauszug-Aufwand und die schwächere Einlagensicherung. Bei ihrem Trading-Profil spart sie ~CHF 500/Jahr gegenüber Saxo.

Coaching-Fall 2025 – Markus die Zwei-Broker-Strategie: Markus, 47, hat sich für einen Hybrid-Ansatz entschieden: 90 % seines Vermögens (CHF 350'000) bei Saxo Bank Schweiz für das Kerndepot mit Welt-ETFs. 10 % (CHF 35'000) bei DEGIRO für spekulative europäische Aktien-Trades. Vorteil: FINMA-Sicherheit für den Löwenanteil, DEGIRO-Kostenvorteil beim aktiven Teil. Das ist mein präferiertes Setup für vermögende Anleger mit aktivem Trading-Interesse.

Mein Take: Saxo vs DEGIRO Schweiz ist keine "der eine ist besser als der andere"-Frage – es hängt vom Anlagestil ab. Buy-and-Hold-Sparer: Saxo. Aktive Trader: DEGIRO kann günstiger sein. Vermögende mit gemischtem Stil: Hybrid-Setup. Wichtig: FINMA-Regulierung nie unterschätzen. Nach dem Flowbank-Konkurs 2024 weiss ich, dass die FINMA-Aufsicht real relevant ist.

Häufige Fragen zu Saxo vs DEGIRO Schweiz

Ist DEGIRO in der Schweiz seriös?

Ja. DEGIRO gehört zur flatexDEGIRO Bank AG (Deutschland) und wird von der niederländischen AFM reguliert. Über 3 Millionen Kunden europaweit, seit 2013 aktiv, seit vielen Jahren auch für Schweizer verfügbar. Nicht so gut wie FINMA-Reg. für Schweizer Kunden, aber seriös. Die Einlagensicherung ist mit EUR 20'000 aber deutlich tiefer als esisuisse (CHF 100'000).

Saxo oder DEGIRO – welcher ist besser?

Für die meisten Schweizer Anleger (Buy-and-Hold-ETF-Sparer) ist Saxo Bank Schweiz die klar bessere Wahl: gratis AutoInvest-Sparplan, gratis e-Steuerauszug, FINMA-reguliert, esisuisse-Einlagensicherung. Für sehr aktive Trader mit vielen europäischen Aktien-Positionen kann DEGIRO günstiger sein – wegen der wegfallenden Stempelsteuer. Der Break-Even liegt bei etwa 40 Trades/Jahr.

Hat DEGIRO einen ETF-Sparplan?

Nein. DEGIRO bietet aktuell keinen automatisierten ETF-Sparplan. Wenn du regelmässig kaufen willst, musst du jeden Monat manuell einen Trade auslösen. Bei der ETF-Kernauswahl (rund 100 ETFs an Tradegate) kostet das EUR 1 pro Trade. Wer einen echten Autopilot-Sparplan sucht, ist bei Saxo Bank Schweiz mit AutoInvest deutlich besser aufgehoben.

Zahle ich bei DEGIRO Stempelsteuer?

Nein. Da DEGIRO ein niederländischer Broker ist (kein inländischer Effektenhändler in der Schweiz), fällt die Schweizer Stempelsteuer/Umsatzabgabe nicht an. Das kann bei häufigem Trading einen relevanten Kostenvorteil bringen. Bei Saxo Bank Schweiz zahlst du hingegen 0,075 % (Schweizer Titel) bzw. 0,15 % (ausländische Titel) pro Kauf/Verkauf. Details in Stempelsteuer Schweiz Broker Saxo.

Bekomme ich bei DEGIRO einen e-Steuerauszug?

Nicht direkt. DEGIRO stellt einen Jahresbericht ("Steuerübersicht") zur Verfügung, aus dem du alle Angaben manuell in deine Steuererklärung übertragen musst. Alternativ bieten externe Schweizer Dienste wie datalevel oder steuerauszug.ch einen e-Steuerauszug für DEGIRO-Konten gegen Gebühr (CHF 19–50/Jahr).

Kann ich US-ETFs wie VT bei DEGIRO kaufen?

Nein, seit MiFID II sind US-domizilierte ETFs (wie VT, VOO, VXUS) für EU/Schweizer Privatanleger bei den meisten europäischen Brokern nicht mehr direkt kaufbar. Sowohl DEGIRO als auch Saxo Bank Schweiz bieten dir stattdessen die UCITS-Pendants an (z.B. VWCE, VUAA). Der Unterschied ist geringer, als die "US-ETF sind besser"-Legende suggeriert.

Mein Take dazu

Saxo vs DEGIRO Schweiz ist am Ende eine Frage des Anlagestils, nicht des Preises. Wer als klassischer ETF-Buy-and-Hold-Anleger monatlich in Welt-ETFs spart, gehört zu Saxo Bank Schweiz. Der gratis AutoInvest-Sparplan, der gratis e-Steuerauszug, die FINMA-Regulierung und die esisuisse-Einlagensicherung sind zusammen der bessere Deal – auch wenn du dafür Stempelsteuer zahlst.

Wer als aktiver Trader in europäischen Aktien viele Trades pro Jahr macht (Grössenordnung 40+ Trades), kann bei DEGIRO klar sparen. Aber: Der Zeitaufwand für die manuelle Steuererklärung, der externe e-Steuerauszug und die schwächere Einlagensicherung müssen einkalkuliert werden. Nicht jeder Franken Ersparnis ist ein Franken Wertschöpfung.

Meine bevorzugte Struktur für vermögende Anleger mit Trading-Interesse: 80–90 % bei Saxo Bank Schweiz für das langfristige Kerndepot, 10–20 % bei DEGIRO für aktives Trading. Beste beider Welten. Und für alle Einsteiger: Fangt mit Saxo an – der Zeitaufwand für die Broker-Auswahl ist bei DEGIRO deutlich höher, das lohnt sich erst später.

Weiterführende Quellen

Bis bald, FinanzFabio

Über den Autor

Fabio Marchesin

Eidg. dipl. Finanzplanungsexperte, Gründer von FinanzFabio (seit 2018). Vater, lebt in Lenzburg AG. Über 258'000 Follower-Community. Bekannt aus NZZ, Tagesanzeiger, Blick, 20 Minuten, Handelszeitung und Finews. Ich nutze Saxo Bank Schweiz selbst für mein Hauptdepot und kenne DEGIRO aus zahlreichen Coaching-Fällen sowie Test-Konten. Affiliate-Partnerschaften (Saxo) beeinflussen meine Bewertung nicht – DEGIRO hat für spezifische Trader-Profile klare Vorteile, die ich hier auch nenne. Dieser Artikel ist keine individuelle Anlage- oder Steuerberatung.

Hinweis zur Transparenz: Dieser Artikel wurde von mir konzipiert und redaktionell verantwortet. Bei der Recherche und Strukturierung kamen KI-gestützte Tools zum Einsatz. Alle Angaben zu Gebühren und Konditionen wurden manuell gegen degiro.ch, home.saxo/de-ch, becomewealthy.ch, schwiizerfranke.com, schweizerfinanzblog.ch, thepoorswiss.com, finanzdepot.ch und stuzz.ch verifiziert (Stand Mai 2026). Broker-Konditionen ändern sich – aktuelle Werte direkt bei den Anbietern prüfen. Neue DEGIRO-Preisstruktur seit Oktober 2025 berücksichtigt.

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