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Monopoly

Was wir von Mono­poly lernen können

Vielleicht habt ihr es auf meinem Insta-Account gesehen, ich spiele zurzeit sehr viel «Cashflow». Als ich das erste Mal meinen Freunden vorschlug, dieses Spiel zu spielen, waren sie eher skeptisch. Die Beschreibung klinge langweilig, lasst uns lieber Monopoly spielen. Glücklicherweise konnte ich sie davon überzeugen, trotz der zugegebenermassen langweiligen Beschreibung, eine Runde mit mir zu spielen. Und wir liebten es.

Trotzdem löste die Erwähnung von Monopoly viele Kindheitserinnerungen in mir aus. Ich weiss noch, wie ich es mit meinem Bruder spielte, das Monopoly Junior. Später mit meinem guten Freund André, an seinem 15. Geburtstag morgens um 9:00 Uhr bis in den späten Nachmittag. Damals waren wir noch beleidigt, wenn der andere nicht versuchte zu betrügen (auch heute noch). Tja André, ich habe nicht das Los, Rücke vor auf Start, sondern die scheiss Renovationskarte für alle Liegenschaften gezogen. Sorry not sorry :p

Zurück in die Kindheit

Heute sehe ich das Spiel mit etwas anderen Augen. Lernt uns Monopoly etwa viel mehr, als wir als Kinder überhaupt erkennen können? Und wenn ja, warum erklärt uns das bitte keiner? Monopoly ist die Erfolgsanleitung, reich zu werden.

Wir sind alle auf Start und würfeln. Alle hoffen, sofort auf ein Grundstück zu kommen. Der erste auf dem Grundstück kauft das Land, zieht die Karte ein. Wir wollen so viele Grundstücke wie möglich in den ersten zwei bis drei Runden kaufen. Das beliebteste Grundstück ist ganz klar der Paradeplatz in Zürich. Konnte ich dieses jeweils kaufen, jubelte ich.

Sind alle Grundstücke verkauft, fängt auch schon das Tauschen untereinander an. Es wird verhandelt und gefeilscht. Grundstücke mit weniger Wert und Potential wechseln die Hände zusammen mit Bargeld für ein wertvolleres Grundstück.

Und dann geht’s los, bist du wieder auf deinem Grundstück, kannst du ein Haus darauf stellen und jedes Mal Miete verlangen, wenn deine Mitspieler auf dem Grundstück landen. Bis zu vier grüne Häuser kannst du auf ein Grundstück stellen. Und somit kassierst du immer mehr Miete.

Irgendwann weichen die vier grünen Häuser einem Rotem Hotel. Je mehr Grundstücke, Häuser und Hotels du hast, desto mehr Geld nimmst du ein.

Ich weiss noch, dass mein Bruder so gut im Spiel war, dass er fast alle Grundstücke besass und ich nur die vier Bahnen. Dann stellte er mir immer die ganze Bank zur Verfügung, ich verlor trotzdem. Obwohl ich sagen muss, die Bahnen rendierten sehr. Mein Bruder generierte soviel Cashflow, ich hatte keine Chance. Dass ich über Start kam und CHF 4'000 einnahm, brachte mich nicht weiter.

Wie im echten Leben

Machen wir den switch ins real life. Wer heute noch Grundstücke besitzt, hat schlicht gewonnen im Leben. Er kann es entweder zu einem hohen Preis verkaufen, weil, sind wir ehrlich, soviel Platz haben wir auch nicht mehr in der Schweiz, oder, er kann sich selbst ein Haus oder sogar Mehrfamilienhaus darauf stellen. Wagt er den Schritt zum Mehrfamilienhaus, hat er von nun an jeden Monat einen positiven Cashflow. Sprich, er verdient von jetzt an Geld, ohne dafür zu arbeiten. Sein bereits investiertes Geld arbeitet für ihn.

Eines Tages hat er soviel Geld mit seinem Mehrfamilienhaus gemacht, dass er sich ein zweites kauft. Sein Cashflow vergrössert sich und er kann doppelt so schnell noch ein weiteres Mehrfamilienhaus kaufen. Und so weiter und sofort.

Plötzlich bemerkt er; hey! Ich muss gar nicht mehr arbeiten gehen. Ich mach nur noch worauf ich Lust habe! Er ist nicht mehr auf seinen Lohn, die Überquerung des Startes, angewiesen. Und somit gründet er seine eigene Firma. Die Firma hier wäre das rote Hotel im Monopoly Spiel.

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Hat seine Firma Erfolg, kann er dieses Geld wieder in Grundstücke und Häuser sowie Mehrfamilienhäuser stecken. Und noch mehr Geld verdienen. Oder er beteiligt sich noch an anderen Firmen und Start-ups. Quasi die Eisenbahnen des Spiels.

Mal im Ernst, hast du Monopoly schon einmal mit solchen Augen betrachtet? Im Spiel erhältst du sogar eine Karte für dein Grundstück. Quasi den Kaufvertrag und die Eintragung ins Grundbuchamt. All die Rückschläge im Spiel hast du natürlich auch im echten Leben. Deswegen ist es auch wichtig, immer etwas Liquidität zu haben. Quasi der Notgroschen von dem ich immer wieder rede.

Ich höre deine Ausreden jetzt schon

Jaja schon klar, so einfach wie es hier herunter breche ist es nicht. Oder doch? Ich habe mit 30 meine erste Wohnung gekauft. Guess what, ich war diese Woche beim Architekten, um mir einen Gewerbeplan umzeichnen zu lassen. Fertigstellung Mitte 2020. Dann bin ich 32. Wenn ich das kann, wieso solltest du es nicht auch können? Natürlich gibt es hier noch einen weiteren Faktor aus dem Monopoly Spiel: Glück. Natürlich hatte ich auch ein wenig Glück. Aber selbst Glück kann man im echtem Leben nachhelfen. Ich habe es einfach herausgefordert. Besser so, als es erst gar nicht zu versuchen.

To be continued…

Bald erzähl ich euch auch, was ich mit dem Gewerbe mache. Und es gibt auch noch andere News was FinanzFabio betrifft. Bald muss ich noch zwei weitere Buchstaben zum FF anfügen.

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