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Anla­ge­ho­ri­zont im Alter

"Mein Grossvater ist verstorben und meine Mutter (63) hat grösseres Wertschriftendepot geerbt. Sie war diese Woche bei der Bank und ihr Berater hat ihr gesagt, sie solle ab Pensionierung da Aktienquote Schrittweise reduzieren. Was hältst du davon?"

"Mein Beileid Ich verstehe, warum der Berater ihr dies empfiehlt. Das wird uns in der Finanzschule so gelernt. Aber deine Frage ist berechtigt, es ist tatsächlich völliger Blödsinn."

Dieser Auszug aus einer wirklich sehr spannenden Unterhaltung auf Instagram zeigt wieder mal, dass viele Berater selbst keine Aktien besitzen und nur in der Theorie darüber Bescheid wissen.

15 Jahre Anlagehorizont sind und bleiben 15 Jahre

Time in the market beats timing the market. Das war schon immer so und wird auch so bleiben.

In der Finanzberatung gilt die gängige Formel, dass man ab Pensionierung nur noch soviele Aktien halten soll:

100% - Alter = Aktienquote

Sprich wer 65 Jahre alt ist, soll nur noch 35% Aktien besitzen. Mit 70 dann nur noch 30%.

Diese Formal hat mich schon immer genervt. Jeder Finanzberater empfiehlt dir, dein Geld an der Börse zu investieren, wenn du mindestens einen Anlagehorizont von 15 Jahren hast und nicht auf das Geld angewiesen bist. So weit, so gut. Warum sollte sich dies also ändern, wenn du plötzlich pensioniert bist? Deine Aktien interessiert es herzlichst wenig, wie alt du bist. Die 15 Jahre sind lediglich dazu da, Börsencrashs aufzufangen.

Die Formel ist schon ein wenig in die Jahre gekommen. Genau wie unsere AHV. Da liegt wohl auch das Problem.

Wenn wir früher wenige Jahre nach der Pension verstorben sind, werden wir heute immer älter. Die AHV rechnet mit einer Sterbetafel von 86 Jahren, es gibt aber immer mehr Menschen die 100 Jahre und älter werden. Habe ich übrigens auch selbst in meiner Familie erlebt und zwar nicht nur einmal.

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Team FinanzFabio

Vermögensverzehr im Alter

Zugegeben, wirst du pensioniert, ist die Chance hoch, dass du jeden Monat, zusätzlich zur AHV- (falls es die noch gibt wenn du pensioniert bist) und Pensionskassenrente, von deinem Vermögen zerren wirst. Und das ist gut so, mitnehmen kannst du es ja doch nicht.

Da du aber nicht weisst, wie alt du wirklich wirst, kannst du dein Geld auch noch ein wenig für dich arbeiten lassen. Deswegen macht es keinen Sinn, die letzten 30 Jahre nicht mehr in deinen Anlagehorizont einzurechnen. Im Gegenteil, nehmen wir die 4%-Regel als Grundlage, macht es sogar extrem Sinn, die Aktienquote möglichst hoch zu halten.

In meinen Finanzplanungen kommt es sogar vor, dass ich den Kunden ab Pensionierung empfehle, ETFs zu kaufen, auch wenn sie vorher nicht mit Aktien und Anlagen zu tun hatten. Wieso? Weil sie ihr Geld aus der Pensionskasse aus Kapital beziehen und mehrere hunderttausend Franken nicht einfach auf dem Konto rumliegen lassen können. Und wie gesagt, sie haben noch Zeit. Ihr Anlagehorizont ist mehr als 15 Jahre, eher 30 Jahre.

Mit einer Dividenden-Strategie musst du dich auch um nichts mehr kümmern. Jedes Quartal oder sogar jeden Monat fliesst dann einfach dein Geld.

Der beste Anlagehorizont beginnt heute

Auch wenn dein Ruhestand noch weit weg ist, dein Geld kannst du auch schon heute in ETFs und Aktien investieren. Das erweitert dein Anlagehorizont um viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte. Und als Tipp: Machen ist immer besser als nur darüber nachzudenken. Viel besser.

Was du dafür tun musst?

Schritt 1

Lies diese Beiträge:

https://finanzfabio.ch/etf-for-dummies/

https://finanzfabio.ch/meine-etf-dividenden-strategie/

https://finanzfabio.ch/etf-waehlen-leicht-gemacht/

Natürlich sind meine Beiträge nicht die einzigen Quellen die du beziehen kannst. Sie bringen das wesentliche aber immernoch nach wie vor auf den Punkt. Du kannst auch auf Youtube weitere Videos dazu schauen.

Wenn du verstanden hast, was ein ETF ist und wie Dividenden funktionieren, kannst du weiter zu Schritt 2.

Schritt 2

Eröffne ein Tradingkonto.

Wer ETF und Aktien kaufen will, braucht eine Handelsplattform. Ich persönlich bin seit jeher bei der Swissquote. Auch wenn sie nicht die allergünstigste Anbieterin ist, ist es ein Schweizer Unternehmen mit über 300'000 Kunden. Und ganz ehrlich, ich habe mein Geld eifach gerne in der Schweiz. Ist auch einfacher für die Steuererklärung und ich weiss, was mit meinen ETFs passiert, wenn das Unternehmen pleite geht.

Mit dem Code MKT_FINANZFABIO erhältst du die ersten CHF 100 Tradinggebühren sogar geschenkt.

Schritt 3

Machen.

Auch wenn ich gerne würde, ich kann es nicht für dich machen. Du musst selbst Verantwortung für dein Geld und deinen Ruhestand übernehmen. Deswegen mein Tipp: Mach es einfach.

Wenn du heute schon ein Aktienkonto eröffnest, dann muss du dir auch von keinem Banker mehr erzählen lassen, dass du ab Pension dein Wertschriftendeot runterfahren sollst ‍♂️

Bis bald,

FinanzFabio

Ps. Sorry das letzte Woche kein Beitrag kam. Bin gerade ziemlich im Bau- und Zügelstress.

Pps. Du darfst auch gerne dieses Mal wieder das Herzchen hier unten anklicken ❤️

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