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Wehrpflichtersatz bis 37

Bevor du dich einbür­gerst… Wehr­pflich­ter­satz bis 37

Heute morgen habe ich ein Whatsapp mit einem Link zu einem 20 Minuten Artikel erhalten. Es geht um den Wehrpflichtersatz bis 37. Ich muss gestehen, dass ganze ging völlig an mir vorbei und ich bin milde gesagt etwas geschockt.

Die Wehrpflichtersatzabgabe bisher

Bis anhin war es so, dass du von Alter 20 bis 30 eine Wehrpflichtersatzabgabe bezahlen musstest. Diese beträgt 3% deines steuerbarem Einkommens. Die Mindestabgabe ist CHF 400.

Rechnen wir das mal um. Wenn du CHF 5'000 im Monat verdienst, kommst du ach allen Abzügen inkl. 3a Einzahlungen auf ca. CHF 45'000 steuerbares Einkommen. Somit werden CHF 1'350 für die Militärsteuer fällig. Das ist ziemlich viel wen man bedenkt, dass deine normalen Steuern bei CHF 4'634 liegen. Verdienst du CHF 10'000, steuerbares Einkommen nach Abzügen CHF 100'000, werden CHF 3'000 Militärsteuern und CHF 17'909 normale Steuern fällig. Dieses Verhältnis scheint vertretbarer zu sein, obwohl 3% immer 3% sind.

Der "Vorteil" bisher war, dass man in jungen Jahren noch nicht soviel verdient und ein paar sogar bis über 25 am studieren sind. Diese bezahlten meist nur den Mindestsatz.

und neu...

Neu müssen immer mindestens elf Jahre einbezahlt werden, bis und mit Alter 37. Also entweder von 19 bis 30 oder auch von 25 bis 36. Oder halt bis du 37 bist.

Hier fangen die Probleme an. Viele Secondos und Terzos warten bewusst mit der Einbürgerung, bis sie 30 Jahre alt sind. Was ja auch clever war. Wer sich jetzt aber vor ein oder zwei Jahren eingebürgert hat, wird Rückwirkend noch zur Kasse gebeten. Sprich selbst wenn du schon 30 warst, musst du jetzt trotzdem zahlen. Und zwar bis 37.

Betrachten wir die Lohnentwicklung, welche wir von 20 bis 30 machen, kann das weh tun. Verdammt weh. Wer nach der Lehre mit ca. Alter 20 mit einer festen Anstellung anfängt, verdient zwischen CHF 3'800 bis CHF 5'000. Ein paar Ausnahmen haben sicher noch einen höheren oder tieferen Lohn. Mit 30 sehen die Löhne aber ziemlich anders aus. Über CHF 100'000 sind keine Seltenheit mehr. Wer jetzt Wehrpflichtersatz bis 37 bezahlt, wird also die 3% auf einem viel höherem steuerbarem Einkommen blechen müssen.

Was nun?

Natürlich sollte die Einbürgerung nicht nur von diesen Steuern abhängig sein. Mir geht es darum, alle die extra bis 30 gewartet haben, um das System zu umgehen, aufzuklären und darauf aufmerksam zu machen. Mit dem Wehrpflichtersatz bis 37 werden viele neue Eingebürgerte ein böses Erwachen am Briefkasten erleben. Die RS nachholen kann man nur bis 25.

-FinanzFabio

Ps. es gibt noch weitere unbekannte Kosten.

Wusstest du, dass du bei einem WEF, ein Sondereinkommen melden musst und auch auf diesem Wehrpflichtersatzabgaben berappst?

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2 Kommentare

  1. Hi Fabio

    Das Prinzip habe ich verstanden aber wie sieht es aus, wenn ich mit 35 eingebürgert werde? zahle ich dann für die Jahre 35-37 oder auch für die davor? Und wie würden die vorgängigen Jahre berechnet werden?

    Liebe Grüsse

Kommentare sind geschlossen.